Ich beobachte schon lange Menschen, welche versuchen in eine Führungslaufbahn zu kommen. Oftmals haben diese Personen vorher eine Stabsstelle oder ist Projektleiter. So empfehle ich es auch in meinem Artikel: So werden Sie Führungskraft. Nun gilt es von dieser Stelle in die Führungslaufbahn aufzusteigen. Doch es gibt ein klares Feedback:

„Sie sind nicht dominant genug – sie müssen sich mehr durchsetzen. Auch mal auf den Tisch hauen und sich unbeliebt machen.“

Doch was ist dran an diesem Feedback und warum sind Menschen in Stabsstellen oder Projektleitungen eher nicht so dominant?

„Dominanz“ in der Stabsstelle oder als Projektleiter?

Das Feedback auch an mich war ebenfalls oftmals, dass ich mehr auf den Tisch hauen soll und Mitarbeiter auch mal „anmeckern“ soll. Doch gerade als Projektleiter und in Stabsstellen war ich darauf angewiesen, dass die Abteilungsleiter mir Leute zu Verfügung stellten und die Mitarbeiter freiwillig neben dem Tagesgeschäft meine internen Projekte umsetzen. Was passiert also, wenn ich auf den Tisch haue? Die Mitarbeiter arbeiten nicht mehr freiwillig für meine Stabsfunktion und ich darf alles alleine machen. Ich konnte also nie auf den Tisch hauen. Es war immer wichtig, dass ich alles durch eine Art der Kooperation löse und auch mal einstecke zum Wohle des Projekts. Doch wie sieht es in der Führung aus? Ist es da anders?

„Dominanz“ in der führung? Dann bin ich halt krank!

Wie mache ich das mit der Dominanz richtig? Dazu habe ich beobachtet was passiert wenn eine Führungskraft mal so richtig auf den Tisch haut. Das Resultat war bei disziplinarischen Führungskräften: Die Mitarbeiter waren dann eben krank, haben gekündigt oder sind gewechselt bzw. sind vorher in Dienstag nach Vorschrift gewechselt. Es schien also auch nicht besser zu laufen. Unterschied ist, dass man im Stab sofort den Mitarbeiter verliert und als Führungskraft erst etwas verzögert. Gerade als „zahnloser Tiger“ Projektleiter/Stabsstelle muss man schauen, dass man Menschen freiwillig gewinnen kann. Es schien also sowieso die bessere Lösung zu sein mit dem Mitarbeiter auf kooperativer Ebene eine Lösung zu finden.

Natürlich muss man sowohl in Führung als auch in Stabsstellen mal auf den Tisch hauen und Druck machen aber was ist nun genau mit dem Feedback gemeint?

Führung erlaubt diese Dominanz etwas mehr

In der Stabsstelle oder als Projektleiter muss ich mich deutlich wenig dominant verhalten als wenn ich eine Führung innehabe. Ich finde also, dass das Feedback eher falsch ist. Wenn ich mich anders Verhalte wird meine Stabsfunktion leiden und ich werde erst recht nicht befördert. Besonders ich – im jungen Alter – kann kaum wie ein erfahrener Manager aus den Tisch hauen. Es wirkt lächerlich. Ich muss also immer versuchen Kompromisse zu finden.

Fazit

Ich glaube, dass das Feedback der Dominanz meint, dass man lernen muss Mitarbeiter in die Verantwortung zu nehmen. Messbare Ziele vorgeben und auch mal ahnden, wenn diese nicht erreicht werden. Dies ist jederzeit möglich und es geht auch ohne „anmeckern“. Ich denke, dass besonders bei einem solchen Feedback beachtet werden muss, dass zahnlose Tiger wie Stabsstellen und Projektleiter einfach nicht diese Dominanz an den Tag legen können.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/illustrations/frau-smiley-emoticon-%C3%A4rger-wut-1253505/

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

Rechtschreibung: Ich führe diesem Blog neben dem Job und schreibe viele Artikel in Bahn/Flugzeug oder nach Feierabend. Ich möchte meine Gedanken und Ansätze als Empfehlungen gerne teilen. Es befinden sich oftmals Tippfehler in den Artikeln und ich bitte um Entschuldigung, dass ich nicht alle korrigieren kann. Aber Sie können mir helfen: Sollten Sie Fehler finden, schreiben Sie mich gerne an! Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Ich blogge über den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Arbeitswelt. Hierzu gebe ich Inhalte aus der Wissenschaft praxisnah wieder und zeige hilfreiche Tipps aus meinen Berufsalltag. Ich bin selbst Führungskraft in einem KMU und Ich habe berufsgeleitend an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management meine Doktorarbeit geschrieben.

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