Die Generation Y bezeichnet die bezeichnet die Generation, die im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geboren wurde. Aktuell gelten sie bedingt durch den demographischen Wandel als die wertvollsten Fachkräfte und stehen damit für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen.

Zahlreiche Experten und Magazine sowie die Wissenschaft machen sich Gedanken darum, wie ein Arbeitgeber attraktiv für die Generation Y sein kann. Auch finden sich zahlreiche Debatten darum, was eine Generation Y wirklich möchte. Von “Heulsusen und Faulpelzen” sowie von Leistungsträgern ist der Rede. Doch was will die Generation wirklich und was sollte diese leisten?

Zu diesem Beitrag haben mich Christoph Pause und Dr. Winfried Felser inspiriert.

Was will die Generation Y wirklich?

Die Frage in der Überschrift ist eigentlich schnell beantwortet. Die Generation Y sucht Sinn und benötigt Feedback in ihrer Arbeit. Dies ist leicht gesagt und noch schwerer umgesetzt.

Dazu sagte Christoph Pause in einem Kommentar auf LinkedIn folgende Worte: “Wahrscheinlich erlebt der Begriff Karriere gerade einen Bedeutungswandel. das Ziel vieler StudentInnen ist sicher nicht, ein Leben lang auf irgendeiner operativen Routinetätigkeit zu sitzen. Aber Abteilungsleiterin oder Produktionschefin zu werden und zu bleiben ist eben auch nicht mehr so attraktiv.

Ich denke, dass er damit den Kern trifft. Es geht speziell darum, dass Menschen der Generation Y keine Lust auf dauerhafte Routine Tätigkeiten haben. Dies erlebe ich auch in meinen Umfeld und viele wollen sogar nur Führungskraft werden, damit Homeoffice möglich wird und aus der Routine (Tagesgeschäft) ausbrechen können. Es ist kein versteckter Fakt, dass Führungskräfte es oft besser haben als Mitarbeiter. So sagte schon die Zeit: Arbeiten wie ein König äh, Chef.

Doch ist das die Lösung? Einfach Chef werden? Christoph Pause sagt dazu weiter: “Viele Menschen, die ich kenne, geht es darum, in unterschiedlichen Projekten so wirksam wie möglich zu sein. Sich dort einzubringen, wo die eigenen Fähigkeiten besonders wertvoll sind, wo Arbeit Spaß macht – und wo das Ergebnis zählt und nicht die Zeit, die man im Büro verbracht hat.

Seine Empfehlung ist, dass wir mehr über horizontale Karrieren sprechen sollen und die Arbeit sinnvoller werden soll. Ich denke, dass er damit recht habe. Ich erlebe viele Kündigungen speziell in meiner Consulting-Branche, da die Projekte nicht spannend und eher Routine sind. In meinen aktuellen Job lösen wir sowas durch Personalkonferenzen, in welchem wir spannende Projekte für die Mitarbeiter suchen. Ziel ist eine ständige Weiterentwicklung und Spaß an der Arbeit.

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Was sollte die Generation Y leisten?

Doch was soll die Generation Y genau im Gegenzug leisten? Dazu sagt Dr. Winfried Felser: “Liebe Nachwuchshoffnungen, vergesst Noten und Sternchen und setzt lieber auf neue Erfahrungen und Netzwerke.” Inhalt seines Artikels ist, dass er sich reflektiert. Er zeigt dabei seinen Werdegang vom Abitur mit 1,0 bis zur Promotion mit 1,0 und definiert dies als “eitlen Selbstzweck” ohne “Lebens-Sinn”. Er bemerkt, dass große Erfolge durch Netzwerke und Kontakte hervorgebracht werden.

Ein bisschen habe ich anschließend auch über mich selbst nachgedacht. Vom Studium mit Auszeichnung bis hin zur Promotion, Startup-Verkauf, Fachbuch und der Führungskraft noch vor meinen 30. Geburtstag. Ich muss allerdings gestehen, dass mir das alles Spaß gemacht hat und von Startup bis Promotion alles durch hervorragende Mentoren und Kontakte im Netzwerk gefördert möglich geworden ist. Wie sonst konnte ich 16 Vorstände für meine Promotion gewinnen und die Qualität der Forschung gewährleisten. Ich war lediglich der Moderator aber die Inhalte kamen von erfahrenen Kontakten aus meinen Netzwerk. Auch bei Startup und Karriere haben mich Mentoren beraten und ganz am Ende steht mein Doktorvater, welcher mich seit 3 Jahren täglich aus meiner Komfortzone katapultiert.

Ich muss Herrn Dr. Felser zustimmen, dass er sagt, dass erfolgreiche Menschen der Generation Y nicht die Auszeichnungen bestimmen sondern das Netzwerk. Er untersucht in seinen Artikel ausgewählte “Nachwuchshoffnungen” und zieht das Resumee: “Sie lassen Großes erhoffen, nicht weil sie schmalspurig an ihrer Karriere bauen, sondern weil sie in ihrem Leben Plattformen für besondere Erfahrungen und Netzwerke nutzen.”

Lesetipp: Generationenmanagement

Bildquelle: Geschäft Foto erstellt von javi_indy – de.freepik.com

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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