Selbstorganisation hat viele Gesichter und kann auf verschiedenste Weise im Unternehmen umgesetzt werden. Zwei Möglichkeiten sind Holakratie und Soziokratie, welche ich in diesem Artikel beleuchten will. Es erreichen mich viele Fragen von Unternehmern, welche mich Fragen ob ich Unternehmen kenne, welche dies noch umsetzen. Natürlich kenne ich einige Startups, welche damit erfolgreich umgehen allerdings kenne ich keine traditionellen und etablierten Unternehmen, welche dies noch einsetzen. Ich möchte Ihnen im folgenden erzählen warum.

Was ist Soziokratie und Holokratie?

Meine eigene Erfahrung

Ich selbst durfte 2016 einer Holakratie beiwohnen und auch in meinen Roundtables im Rahmen meiner Forschung wurde die Frameworks diskutiert und probiert.

Leider ist meine Holakratie nach wenigen Wochen krachend gescheitert. Besonders Ego im Unternehmen und Mitarbeiter, welche Dienst nach Vorschrift machen passen nicht zu diesem Framework. Man erlebt oftmals auch einen Stillstand, wenn der Leitungskreis mal wieder richtig am diskutieren war. Weiterhin sehnen sich meiner Meinung nach auch viele Mitarbeiter nach einem konkreten Chef – einem Macher und Ansager. “Nein also das muss mein Chef entscheiden”…. Auch für mich als IT-Consultant war es oft zu langsam, da ich auf Entscheidungen angewiesen war.

Nicht jeder Mitarbeiter will alles entscheiden und auch aktiv mitmachen

Andren Unternehmen erging es ähnlich

Auch im Roundtable erzählten mir meine über 20 Praxispartner, dass bis 2018 alle Versuche die Methoden einzusetzen wieder abgeschafft worden sind. Es passe einfach nicht zu der Moral von Unternehmen und vielleicht ein Stück von uns Deutschen. Es macht mehr Sinn motivierten Mitarbeitern Freiraum zu geben und anderen fleissigen Mitarbeitern klare Prozesse und Aufgaben zuzuweisen.

Hauptprobleme waren, dass Holakratie sehr langsam war sogar sehr bürokratisch. Es war sehr langwierig jede Meinung einzubeziehen. Ich glaube, dass es daran liegt, dass sich viele Mitarbeiter auch erst daran gewöhnen müssen wie es ist mitzuentscheiden. Das bedeutet auch mal Kompromisse eingehen. Weiterhin hatten auch laut meiner Praxispartner schlichtweg keine Lust mitzumachen. Sie wollten eine konkrete Arbeit und diese ordentlich und sauber erledigen.

Die Ansätze sind sicherlich gute Ideen aber es bildet einfach nicht die aktuellen Mindsets vieler Arbeitnehmer und die Strukturen, welche wir gewohnt sind ab. Im Endeffekt ist das Ziel von Unternehmen trotzdem Geld zu verdienen.

Fazit

Die Modelle um Soziokratie und Holakratie probiert leider keiner der Unternehmen in meinem Umfeld aus. Oftmals bevorzugt werden weniger radikale Modelle wie das Spotify Modell, welches hybrid klassische und agile Methoden verbindet und Freiraum für jedem Typen von Mitarbeitern lässt. Ich denke, dass wir als Unternehmen im Kapitalismus und mit verschiedensten Charakteren und Einstellungen von Mitarbeitern Methoden brauchen, welche eher vielfältig sind. Ich glaube die beiden Konzepte sind einfach nicht vielseitig genug.

Lesetipp: Spotify Modell in etablierten Unternehmen

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/arbeitsplatz-team-gesch%C3%A4ftstreffen-1245776/

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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