Sie wollen berufliche vorankommen und geben sich jeden Tag Mühe und hoffen, dass sich Chancen für Sie ergeben? Doch oft wird Ihnen gesagt, dass Sie noch mehr Erfahrung brauchen oder es auf andere Skills bei der Beförderung ankommt? Wie wäre es, wenn jemand, der Ihr Ziel schon erreicht hat, Ihnen mit Rat und Tat als Mentor zur Seite steht?

Ein Aufstieg ist oftmals nicht leicht, da beispielsweise als Teamleiter oder Projektleiter andere Skills wichtig sind, als bei einer Anstellung als Mitarbeiter im Tagesgeschäft. Dies können Sie nicht wissen und ein erfahrener Mentor kann Ihnen dabei helfen die ungeschriebenen Gesetze zu erlernen. So vermeiden Sie, dass Sie immer härter und schneller arbeiten und die Beförderung aber noch in weiter ferne ist.

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Was ist Mentoring?

Mentoring geht auf die historischen Wurzeln von Homers Odyssee zurück. Als Odysseus sich den Feldzug gegen Troja angeschlossen hatte und seine seine Heimat Ithaka verließ, bat er seinen Freund Mentor, die Erziehung seines Sohnes Telemach zu übernehmen. Dies war eine der ersten geschichtlichen Erwähnung des Mentorings.

Laut des Google ist Mentoring eine: Beratung und Unterstützung durch erfahrene Fach- oder Führungskräfte.

Vorteile eines Mentors

Eine Befragung unter 4000 Führungskräften aus dem Jahr 1979 zeigte bereits, dass zwei Drittel über Mentoren verfügten. Genau diese zwei Drittel hatten deutliche früher höhere Gehälter, verfolgten systematischer konkrete Karrierepläne auf höheren Hierarchieebenen und äußerten größere Berufszufriedenheit.

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Es gibt auch zahlreiche Einzelbeispiele: Ernest Rutherford wurde durch herausragende wissenschaftlichen Leistungen mit dem Chemienobelpreis gewürdigt wurden. John Thomson, der ebenfalls einen Nobelpreis erhalten hatte, agierte als sein Mentor.

Die Vorteile von Mentoring kurz und knapp:

  • Sie lernen die Techniken eines erfahrenen Vorbilds, die ihnen direkt helfen
  • Sie bekommen direktes Feedback und lernen so, sich selbst besser einzuschätzen.
  • Sie hören genau, worauf es beim Aufstieg ankommt und es läuft schneller und transparenter.
  • Sie profitieren vom bereits bestehenden Netzwerk seines Mentors
  • Sie dürfen Fragen stellen, welche Sie sonst nicht stellen können z.B. konkrete Gehaltszahl
  • Sie bekommen Feedback, welches Ihnen Unternehmen oder HR wegen Arbeitsrecht oft nicht geben dürfen

Mentor für die Karriere finden und Ablauf

Als erstes sollten Sie grob Ihre beruflichen Ziele kennen. Suchen Sie sich nun auf Usergroups, Konferenzen oder privaten Kontakten jemand, der Ihr berufliches Ziel schon erreicht hat. Beispiele sind:

  • Ein Teamleiter (Führung)
  • Ein IT-Architekt (Fachlich)
  • Ein Projektleiter (Methodisch)

Falls Ihnen niemand einfällt, dann fragen Sie gerne auch Kontakte ob “jemand, jemand kennt, der XY ist”. Alternativ können Sie auch auf Xing Kontakte anschreiben.

Sprechen Sie nun den Mentor an. Sagen Sie beispielsweise folgendes: “Sie haben viel Erfahrung und ich würde gerne von Ihnen lernen. Können wir uns auf einem Kaffee verabreden, dass ich Ihnen ein paar Fragen stellen kann?” Fragen Sie nach dem Treffen, dass man sich in 1-2 Monaten doch nochmal treffen könnte und von den Fortschritten berichten kann.

Bereiten Sie nun das Gespräch vor und schreiben Sie sich 5-10 Fragen auf, welche Sie den Mentor stellen. Diese dürfen gerne sehr offen sein und bitten Sie den Mentor seine Geschichte erzählen zu lassen, wie er an die Position gekommen ist. Hören Sie aufmerksam zu und vereinbaren Sie grob ein Thema für das nächste Gespräch.

Tipp: Bereiten Sie die Gespräche vor, indem Sie entweder eine konkrete Situation berichten und Feedback einfordern oder konkrete Fragen aufschreiben.

So habe ich es gemacht!

Ich selbst habe schon lange konkrete Ziele und mir zu meinen vielen Projekten fast immer einen Mentor gesucht. Im Laufe der Zeit habe ich dazu verschiedenste Personen kennengelernt, welche bis heute meine Mentoren sind.

Berufliche Mentoren helfen mir dabei meine Karriere voranzutreiben. Ich selbst wollte schon sehr früh ins Top-Management und habe mir deswegen folgende Mentoren gesucht:

  • Einen Vorstand eines Unternehmens mit 400 Mitarbeitern
  • Einen Bereichsmanager eines Konzerns
  • Einen Executive Consulting-Manager

Ich habe den Mentoren oft die Frage gestellt, wie Sie ins Top Management kamen und was mir dafür noch fehlt. Wir treffen uns ca. alle 3 Monate für 3h zum Essen.

Für meine Promotion habe ich zwei akademische Mentoren. Diese helfen mir mit Rat und Tat bei der Umsetzung meiner akademischen Projekte und vermitteln mir Kontakte zu Verlagen. Mit ihnen bespreche ich mich monatlich in Regelmeetings. Die Mentoren sind:

  • Mein Doktorvater
  • Ein Post-Doc

Für meine Nebenprojekte wie z.B. den Projektify e.V. oder meinen Blog habe ich ebenfalls Mentoren, welche ich mehr oder weniger regelmässig treffe. Die Mentoren sind:

  • Einen Startup-Gründer
  • Einen Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Einen Vorstand eines Consulting Unternehmens

Fazit

Ein Mentor kann Ihnen helfen versteckte Regeln und Konzepte für den beruflichen Erfolg zu verstehen und schnell zu erlernen. Schon wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Erfolg oft mit einem guten Mentor verbunden ist. Ich empfehle Ihnen auch, dass Sie diese Chance nutzen sollten. Auch ich nutze 4h pro Monat um mich mit meinen Mentoren abzusprechen.

Mein Tipp ist: Sie sollten andere Menschen als Mentor unterstützen aber auch weiterhin immer eigene Mentoren haben. Lesetipp: Mentor werden

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Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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