Die Digitalisierung ist mittlerweile überall zu finden und breitet sich wie ein Lauffeuer aus. 
Ich schreibe daher nun hier eine ganze Artikelserie zum Thema der Digitalisierung. Meine Motivation dahinter ist, dass Digitalisierung für jede Branche und Unternehmensart etwas anderes bedeutet und ich diese Differenzen herausarbeiten möchte. Eine Veranschaulichung der Unterschiede in verschiedenen Branchen können Sie der folgenden Abbildung entnehmen. 

In diesem Abschnitt möchte ich nun auf den eigentlichen Kern dieses Artikels eingehen und die Digitalisierung in der Einzelhandelsbranche veranschaulichen. 

Charakteristiken der Branche

Typische Einzelhändler wie Friseure, Floristen, Bäcker und Co verstehen sich seit jeher als klassischer Dienstleister. Während es für Kunden lange Zeit Gang und gebe war den ortsansässigen Einzelhändler aufzusuchen und dadurch zu unterstützen, befindet sich die Einzelhandelsbranche mittlerweile an einem kritischen Punkt. Besonders kleine Einzelhändler sahen lange keine Notwendigkeit in der Digitalisierung oder der Nutzung von Big Data und vernachlässigten so die Chancen für ihr Geschäft. Mangels technischem Verständnis und den aus einem Change resultierenden Kosten verschlossen sie sich dabei lange vor agilen Methoden und dem technologischen Fortschritt. Das Internet mit seinem großen Angebot an Online Shops und einer weitaus größeren Produktauswahl sowie der Möglichkeit des direkten Vergleichs zwingt Einzelhändler zusehends in die Knie. 

Die aktuelle Digitalisierung in der Einzelhandelsbranche

Für viele Händler der Einzelhandelsbranche bedeutet Digitalisierung bisher noch immer nur einen Webauftritt in Form einer eigenen Homepage zu besitzen. Um der Konkurrenz des Internets entgegenzuwirken setzen aber bereits immer mehr Händler auf einen verbesserten Kundenservice auf Basis onlinebasierter Funktionen. So bieten beispielsweise Friseure bereits Terminvergaben per Online Formular an oder bitten Kunden nach dem Termin via Email oder SMS eine Onlinebewertung abzugeben. Aber auch im Bereich des Marketings wirbt man zunehmend im Web und nutzt die Reichweite von Social Media.
Im Sinne einer optimalen Customer Experience werden zudem zunehmend agile Methoden eingesetzt, um die Flexibilität von Prozessen zu erhöhen. Mit Sprintzielen wie beispielsweise bei Scrum vorgesehen, wird das Shopping-Erlebnis für den Kunden gefördert. Die dafür geforderte Notwendigkeit einer agilen und skalierbaren IT haben bereits einige Händler erkannt. 

Aber auch im Bereich der Datenanalyse spielt die Digitalisierung für Einzelhändler mittlerweile eine entscheidende Rolle. Denn auch hier kann Big Data Mithilfe von intelligenter Software die Effizienz steigern. So lässt sich anhand der gesammelten Kundendaten ablesen, welche Angebote von Kunden bevorzugt oder welche Preise für Dienstleistungen akzeptiert werden.

Vorteile der Digitalisierung in der Einzelhandelsbranche

Im Fokus des Einzelhandels steht ganz klar der Kunde. Der Einzug von Digitalisierung, Agilität und technologischen Innovationen soll die Beziehung zu diesem künftig verstärken. Die Digitalisierung bietet dabei verschiedene Kanäle um Bestandskunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. Mithilfe digitaler CRM-Systeme können Kundendaten zudem systematisch ausgewertet und als Basis für individualisierte Angebote herangezogen werden. Aber auch die Nutzung und Verteilung von unternehmensinternen Daten und Informationen wird durch technologische Werkzeuge verbessert. So können beispielsweise flexible Cloud-Lösungen, Daten jederzeit und von überall nutz- und abrufbar machen. 

Insgesamt unterstützt die Digitalisierung Einzelhändler dadurch nicht nur in der Entwicklung von Wettbewerbsvorteilen aufgrund von Angeboten die direkt auf den Kunden zugeschnitten werden, sondern bietet auch ein Fundament für neue Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel auf Basis des Onlinevertriebs. 

Tipp:

Wenn Sie dieses Thema genauso begeistert wie mich, dann finden Sie die gesamte Artikelserie hier!

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Bildquelle: pixabay.com

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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