Die Deutschen sitzen zu viel und zu lange. Mediziner warnen schon seit geraumer Zeit, dass zu viel sitzen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, die Beinvenen belastet und der Haltung schadet. Sitzen ist demnach das neue Rauchen, will heißen, dass Menschen, die beruflich und privat zu lange sitzen, massiv ihrer Gesundheit schaden. Abhilfe schafft nur Bewegung, auch im Büro.

Wechsel zwischen Sitzen und Stehen

Möglich machen das höhenverstellbare und große Schreibtische (Erweitert), die sich in immer mehr Büros durchsetzen. Diese Steh-Sitz-Tische sind eine lohnende Investition in die Gesundheit. Sie sorgen für mehr Wohlbefinden im Büro und erhöhen so die Produktivität. Die Höhe der ergonomischen Schreibtische lässt sich unkompliziert stufenlos verstellen, elektrisch per Knopfdruck, Gaslift oder mit einer Handkurbel am Gestell. Sie ermöglichen einen schnellen Wechsel vom Arbeiten im Sitzen zum Arbeiten im Stehen. Dadurch wird die Nackenmuskulatur entlastet, was zu weniger Rückenproblemen führt. Ermüdungserscheinungen bleiben aus, der Kreislauf kommt in Schwung, Konzentration und Produktivität werden gesteigert. Das gilt besonders auch für das Homeoffice, in dem meistens noch nicht einmal ein Schreibtisch steht, sondern am Küchentisch gearbeitet wird.

Gesundheits- und Arbeitsschutz im Homeoffice

Der Arbeitgeber bleibt aber auch im Homeoffice für den Arbeits- und Gesundheitsschutz verantwortlich. Arbeitgeber müssen nicht nur die erforderliche Technik, sondern auch das Mobiliar zur Verfügung stellen. In diesem Zusammenhang stellen ungeeignete Tische und Stühle eine Gefährdung der Gesundheit dar. Schon heute sind Rückenprobleme für rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Hinzu kommen weitere gesundheitliche Gefahren wie Übergewicht durch fehlende Bewegung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Venenleiden und eine Schwächung der Muskulatur. Der US-Forscher James Levine kommt gar zu dem Ergebnis, dass langes Sitzen ein genauso großes Risiko für die Gesundheit darstellt, wie jahrelanges Rauchen.

Mehr Bewegung im Büro

Die optimale Sitzhaltung am Schreibtisch ist mit beiden Beinen auf dem Boden, Hüfte und Arme bilden jeweils einen 90 Grad Winkel. Auf keinen Fall sollten die Beine übereinandergeschlagen werden. Eine spanische Studie deutet darauf hin, dass bereits viereinhalb Stunden als maximale Sitz-Zeit anzusehen sind. Dieser Wert ist umstritten. Fest steht aber, dass schon kleine Aktivitäten das Risiko minimieren können. So raten Experten zwischendurch die Arme zu strecken, den Kopf zu drehen oder auch die Beine zu bewegen. Auch sollte man öfter aufstehen und ein paar Schritte gehen oder eben gleich eine Weile im Stehen arbeiten. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen reduziert Rückenschmerzen um 54 Prozent, wie eine amerikanische Studie festgestellt hat. Sinnvoll ist es, kleine Bewegungspausen bewusst in den Arbeitsablauf zu integrieren. Das Telefon muss nicht griffbereit sein, besser ist es, wenn man aufstehen muss, um das Gespräch entgegenzunehmen. Telefonieren sollte man grundsätzlich im Stehen. Auch der Drucker oder die Wasserflasche sind besser in einiger Entfernung aufgehoben. Ziel muss es sein, viele zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen.

Und auch alle anderen Bewegungsmöglichkeiten sollte man konsequent nutzen: Eine Station früher aussteigen und das letzte Stück zur Arbeit zu Fuß gehen, das Auto bewusst weiter weg parken und die Treppe, statt den Aufzug zu benutzen. Insgesamt sollten mindestens dreißig Minuten Bewegung am Tag zusammenkommen. Schon bei einem kurzen Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend werden immerhin 70 Prozent aller Muskeln beansprucht. Das lohnt sich doch wirklich! 

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