Datenbrillen nach dem AR- und VR-Prinzip sind laut der Meinung vieler Experten die nächste Evolutionsstufe im Bereich der Anzeigentechnik. Während die digitalen Brillen oftmals mit dem Gaming-Bereich in Verbindung gebracht werden, existieren auch für Unternehmen zahlreiche Nutzungszwecke. Vor allem im Sektor des Vertriebs besitzen die modernen Anzeigegeräte ein gigantisches Potenzial. Doch wie lassen sich Datenbrillen hier eigentlich genau einsetzen?

Datenbrillen, VR & AR: Was steckt eigentlich hinter den Bezeichnungen

Sowohl AR-Brillen als auch VR-Brillen sind zeitlich mehr oder weniger parallel auf den breiten Markt vorgestoßen. Diese Tatsache hat in der Bevölkerung durchaus zu Verwirrungen geführt, sodass die Begriffe nicht selten durcheinandergeworfen werden. Jedoch gibt es zwischen AR-Brillen und VR-Brillen große technische Unterschiede. So handelt es sich bei VR-Brillen wie etwa der Oculus Rift und Displays im Großformat, die in Form eines Headsets auf dem Kopf getragen werden. Im Betrieb bekommt der Nutzer nur noch sehr wenig von der realen Umgebung mit, da er in eine virtuelle Welt abtaucht. Mit der Hilfe von Bewegungssensoren kann dann mit der virtuellen Umgebung interagiert werden. Im Unterschied zu VR-Brillen blickt der Nutzer bei Datenbrillen nach dem AR-Prinzip wie die Microsoft HoloLens nach wie vor auf die reale Welt. Innerhalb des Sichtfeldes können AR-Datenbrillen auf den transparenten Brillengläsern zusätzliche bzw. ergänzende Informationen einblenden.

Welche aktuellen Probleme beim Vertrieb lassen sich mit Datenbrillen lösen?

Vor allem in Zeiten von Individualisierungen ist es für Mitarbeiter im Vertrieb nicht immer einfach, dem Kunden im Voraus ein genaues Bild des späteren Produktes zu präsentieren. So müssen Personen im Vertrieb oftmals auf abstrakte Hilfsmittel wie Konstruktionszeichnungen oder andere Modelle zurückgreifen. Da diese vom Kunden nicht immer sofort verstanden werden, führt dies schnell zu Missverständnissen. Hier bieten Datenbrillen eine effektive Lösung. So lassen sich mit VR- bzw. AR-Brillen virtuelle Modelle realitätsnah darstellen, wodurch sich die Kommunikation mit dem Kunden erheblich vereinfacht. AR-Datenbrillen lassen sich zudem einsetzen, um an bestehenden physischen Objekten Individualisierungen zu visualisieren.

Was sind weitere Vorteile von Datenbrillen im Vertrieb?

Neben der deutlich effizienteren Produktpräsentation lassen sich mit Datenbrillen zahlreiche Vertriebsprozesse drastisch vereinfachen. Beispielsweise können Verkäufer mit einer AR-Brille durch eine Filiale gehen und beim Blick auf ein Produkt sofort sehen, in welcher Stückzahl und welchen Ausführungen dieses im Lager vorhanden ist. Weiterhin können die Brillen in großen Lagerhallen als eine Art Navigationssystem genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Laufwege einsparen, sondern auch die Einweisung von neuem Personal ist mit den intelligenten Brillen deutlich einfacher.

Für welche Branchen ist die Verwendung von Datenbrillen interessant und welche Möglichkeiten bringt die Zukunft?

Ob Prozessoptimierung im Einsatzbereich von 3D Druckern, optimierte Lagerabläufe oder virtuelle Produktpräsentation: Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Datenbrillen machen die Produkte für zahlreiche Unternehmen unterschiedlichster Branchen interessant. Schon heute bietet zum Beispiel der schwedische Automobilbauer Volvo seinen Kunden an, ihr Wunschfahrzeug in der virtuellen Realität zu designen bzw. auszuprobieren. Was heute noch eine Ausnahme ist, könnte in Zukunft bei allen Fahrzeugherstellern absoluter Standard sein. Weiterhin ist es denkbar, dass in einigen Jahren viele Luxusgüter in virtuellen Kaufhäusern begutachtet und gekauft werden können.

Was bleibt abschließend zum Thema Datenbrillen zu sagen?

Wie sich zeigt, bieten Datenbrillen für den Vertrieb ein gigantisches Potenzial, das sich heute nur in seinen Grundzügen erahnen lässt. Aufgrund der zahlreichen Vorteile von AR- bzw. VR-Brillen ist in jedem Fall mit einer starken Zunahme an Datenbrillen innerhalb der Wirtschaft zu rechnen. Aus diesem Grund ist es für Firmen empfehlenswert, sich schon heute intensiv mit den Möglichkeiten dieser neuen Technologien auseinanderzusetzen.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/augmented-reality-fahrrad-kinder-1853592/

Gastartikel
Autor

Dieser Artikel wurde als Gastartikel verfasst. Für mehr Informationen zum Autor fragen Sie bitte den Betreiber den Blogs an.

Schreiben Sie einen Kommentar

*

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen