Das Corona Virus hält die Welt unter Schock und Unternehmen im Homeoffice. Aktuell sind 25% der deutschen Arbeitnehmer im Homeoffice und arbeiten zu 100% in virtuellen Teams.

Laut einer Befragung von 1.000 Angestellten des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (2020) sind über 45% der Unternehmen nicht bereit Homeoffice anzubieten und „nur“ 58% der Angestellten wünschen sich ausdrücklich Homeoffice von ihrem Arbeitgeber.

Sie merken, dass die Mehrzahl der Unternehmen also entweder über keine ausreichende IT oder sinnvolle digitale Prozesse zur Zusammenarbeit verfügt. Eventuell trifft auch beides zu. Genau dies gilt es für Sie als Chance zu begreifen.

Manager greifen sich Thema und gestalten Prozesse

Im meinen Augen muss ein guter Teamleiter oder Manager in der Lage sein neben seinem Tagesgeschäft auch die Sicherstellung der Arbeitserledigung zu gewährleisten. Er nimmt sich als Themenfelder und definiert Prozesse. Nun kommt die operative Teamleitung: Die Einhaltung der Prozesse zu kontrollieren.

Nun können Sie sicher eins + eins zusammenzählen: Virtuelle Teamarbeit in Unternehmen eröffnet Potentiale für neue Themenfelder und Prozesse zur digitalen Zusammenarbeit. Doch wer gestaltet diese Prozesse? Oftmals sind etablierte Teamleiter eher etwas Träge und es fehlt an Wissen über digitale Zusammenarbeit.

Wichtig: Viele Menschen reden gerne darüber Software wie Jira einzuführen oder probieren Sprints in Scrum umzusetzen. Jedoch werden diese Personen keinen Beförderung erhalten. Es geht darum, dass Sie derjenige sind, der den ersten Sprint hinbekommt. Die Idee zu haben ist keine Leistung (das machen Berater). Es geht darum mit Beharrlichkeit und Konsequenz Mitarbeiter auch dazu zu bewegen, nach diesem Prozessen zu arbeiten. Das kann bis zu einem Jahr dauern aber Sie werden merken: Es lohnt sich! Denn dies ist die wahre Leistung einer Führungskraft!

Konkret: Sie müssen derjenige sein, der die Mitarbeiter in die Meetings holt, Einladungen versendet, Meeting protokolliert und auch Tools täglich überwacht und akribisch fehlende Felder und Stati in Jira oder Microsoft Teams ausfüllt. Besonders am Anfang müssen Sie viel selbst tun und irgendwann nach 3 Monaten auch schaffen, dass die anderen Mitarbeiter dies auch selbst eintragen.

Digitale Prozesse gestalten und Teamleiter werden

Nun wäre mein Vorschlag, dass Sie sich ein Team nehmen und dort Prozesse zur digitalen Zusammenarbeit etablieren. Dazu gehört auf der einen Seite festzulegen: wie wird welches Tool wann genutzt?. Dies sollten Sie sauber dokumentieren und die Mitarbeiter schulen.

Nun sollten Sie auch darauf achten, dass alle regelmässig zu den Meetings kommen und die Tools sauber gepflegt sind. Wie und welche Meetings es sind können Sie hier nachlesen: Meetingformate für virtuelle Teams.

Lesen Sie sich genau über das Thema ein und übernehmen Sie die Teamsteuerung mithilfe von virtuellen Tools und administrieren Sie auch gerne die Tools für den Anfang. Legen Sie für Aufgaben Boards an und zeigen Sie Ihrem Management die neuen Möglichkeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Sie anfangs gefühlt jedem ins Meeting prügeln müssen und die Mehrzahl der Tasks selbst anlegen und pflegen. Zeigen Sie den Mitarbeitern regelmässig was Sie getan haben und motivieren Sie mitzumachen.

Fazit

Sie merken, dass man sich eine Teamleitung auch einfach nehmen kann. Warten Sie nicht bis Sie Teamleiter werden sondern fangen Sie damit an Teamleiter zu sein. Gestalten Sie Prozesse und stimmen Sie diese mit dem Management ab. Zeigen Sie Dokumentationen und Klickanleitungen. Überwachen Sie die Teilnahme an den Meetings und halten Sie die Tools sauber (Pflege der Felder und Eingaben).

Nutzen Sie die neuen Themenfelder zur virtuellen Zusammenarbeit von Corona. Lesen Sie sich sinnvoll ein und gestalten Sie Prozesse ganz so, als wären Sie schon Teamleiter und zeigen Sie damit Initiative und Führungsqualität. Ich schreibe sogar aktuell ein Buch über dieses Thema, welche bald erscheinen wird.

Lesetipp: Führungskraft werden

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/corona-coronavirus-maske-schutz-4970836/

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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