Völlig klar, wo die Sonne scheint, wird es auch mal regnen. Vergleichsweise ist es bei OKR nicht viel anders, auch hier gibt es bei der über den grünen Klee gelobten und hocheffektiven Methode zum Ziele setzen führen soll, auch Nachteile! Hauptsächlich liegen die Nachteile in der Anwendung als auch in der OKR-Methode. Nicht zu vergessen die Anwender, die OKR nutzen, spielen bei dem Geschehen auch eine wesentliche Rolle.

Lesetipp: Was ist OKR

Hier einige Nachteile der OKR-Methode, welche in der Kritik stehen

Transparenz

Es kann natürlich kaum Probleme mit der Transparenz geben, wenn man OKR nur für sich selbst und komplett alleine nutzt. Das ändert sich schlagartig, wenn die OKRs dafür genutzt werden, wofür sie eigentlich gedacht sind – entweder in Unternehmensbereichen oder sogar im gesamten Team. Spätestens dann ist die Transparenz sowohl von Vor-als auch von Nachteil, denn in vielen Unternehmen ist Transparenz gar nicht gefragt.

Häufig sind es nur einzelne Führungskräfte, die kein Interesse daran haben, dass Ihre Ziele transparent erscheinen, was auch Ihre Teams betrifft. Sie wollen lieber unter der Oberfläche agieren. Ob es an der mangelnden Planungssicherheit liegt oder aus Sorge, dass sie ihre Ziele eventuell nicht erreichen und dann nicht gerade gut dastehen? Wer kann das schon wissen!

Tritt ein solcher Fall ein, kann es passieren, dass die OKRs für andere Teams besser funktionieren. Dadurch wird der tatsächliche Mehrwert der OKRs in diesem Betrieb auf keinen Fall zum Tragen kommen. Wie die gesamte Mannschaft bei einem Fußballspiel können auch hier die OKRs ihre Stärke nur komplett einbringen, wenn das gesamte Unternehmen glasklare und transparente Ziele verfolgt. OKRs sind nicht dafür gedacht, dass sie ihre Aktivitäten im Hinterzimmer erfüllen.

Lesetipp: Kritik an OKR

Weitere Nachteile, welche in der Kritik stehen

Der regelmäßige Kontakt zwischen Mitarbeitern & Führungskräften ist bei den OKRs sehr wichtig

Schon die Bezeichnung „OKR“ klingt gut, dazu noch die monatlichen Meetings auch nicht schlecht, aber es wird so nicht klappen. Was nützt es, wenn der Mitarbeiter gerade einmal in den letzten zwei Jahren nur ein einziges Gespräch mit seinem Vorgesetzten geführt hat. Spätesten dann erweist sich das Programm als Nachteil. Daraus ergibt sich, dass der regelmäßige geforderte Kontakt zwischen der Führungsebene und Mitarbeitern eher ein Nachteil sein kann.

Je nach Größe des Unternehmens gibt es vielfach zu wenig Situationen, bei denen Vorgesetzte ein Gespräch mit ihren Mitarbeitern führen. Viele Mitarbeiter haben selbst nach längerer Zugehörigkeit im Unternehmen ihren Chef noch nie gesehen. Ein möglicher Grund hierfür können permanente Auslandsreisen für das Unternehmen sein. Mitunter haben Vorgesetzte auch kein Interesse, mit ihren Mitarbeitern zu sprechen. Häufig herrscht die Meinung, wenn etwas Elementarisches passiert, melden sich die Mitarbeiter schon und wenn sie sich nicht melden, scheint ja alles „Bestens“ zu sein. Auch ein Standpunkt!

Lesetipp: OKR einführen

Eine gesunde Fehlerkultur ist für OKRs absolut erforderlich

Handelt es sich bei den OKRs „lediglich nur“ um Aufgaben, die im Tagesgeschäft abgewickelt werden, dann spielt für den Erfolg der OKRs die Fehlerkultur nur eine kleine Rolle. Sobald jedoch anspruchsvolle OKRs definiert werden, wird die Fehlerkultur erfolgsentscheidend.

Genau das ist ein Nachteil der OKRs, da man eine gesunde Fehlerkultur benötigt.

Ein anspruchsvolles Objective wäre z. B. eines, bei dem der Anwender zum Zeitpunkt der Zeitbestimmung mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass er sein Ziel nicht erreichen wird.

Kritik durch eine fehlerhafte Einführung

Abgesehen von diesen Punkten beschränkt sich die Kritik darauf, dass die Einführung der Methode aus unterschiedlichen Gründen einen falschen Weg einschlägt. Es wird hier nicht die Methode als solches kritisiert, sondern vielmehr, etwas an der umsetzenden Organisation verhindert den erhofften Erfolg.

Fazit

Welche Firma auch immer die OKR-Methode für sich erfolgreich und sinnvoll einsetzen und nutzen will, sollte sich die hier genannten Nachteile ins Gedächtnis rufen. Vielleicht bemerkt der Anwender ja auch, dass alle Aktionen mit einem menschlichen Verhalten zu tun haben.

Lesen Sie meinen großen Übersichtsartikel zu OKR!

Image: eigenes Bild

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

Rechtschreibung: Ich führe diesem Blog neben dem Job und schreibe viele Artikel in Bahn/Flugzeug oder nach Feierabend. Ich möchte meine Gedanken und Ansätze als Empfehlungen gerne teilen. Es befinden sich oftmals Tippfehler in den Artikeln und ich bitte um Entschuldigung, dass ich nicht alle korrigieren kann. Aber Sie können mir helfen: Sollten Sie Fehler finden, schreiben Sie mich gerne an! Lesen Sie mehr dazu.

Helfen Sie meinem Blog, vernetzen Sie sich oder arbeiten Sie mit mir

Sie haben eigene, interessante Gedanken rund um die Themenwelt des Blogs und möchten diese in einem Gastartikel auf meinem Blog teilen? – Aber gerne! Sie können dadurch Kunden und Fachkräfte ansprechen.

Ich suche aktuell außerdem Werbepartner für Bannerwerbung für meinen Blog. Sollte es für Sie spannend sein Fachkräfte oder Kunden auf Ihre Seite zu leiten, dann bekommen Sie mehr Informationen hier.

Vernetzen Sie sich in jedem Fall auf Xing oder LinkedIn oder kontaktieren Sie mich direkt für einen Austausch, wenn Sie gleich mit mir ins Gespräch kommen wollen. Werfen Sie auch einen Blick in meine Buchvorschläge zur Digitalisierung, vielleicht wollen Sie mir auch ein Buch empfehlen?

Ich arbeite gerne mit Unternehmen zusammen. Sie können mich ebenfalls gerne bezüglich folgender Punkte anfragen:



Autor

Ich blogge über den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Arbeitswelt. Hierzu gebe ich Inhalte aus der Wissenschaft praxisnah wieder und zeige hilfreiche Tipps aus meinen Berufsalltag. Ich bin selbst Führungskraft in einem KMU und Ich habe berufsgeleitend an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management meine Doktorarbeit geschrieben.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen