Als ich heute die aktuelle Ausgabe vom Handelsblatt geöffnet habe, sah ich die Schlagzeile: “Deutsche Bank: Digitalfabrik mit 400 Experten startet 2016 in Frankfurt”. In diesem Moment waren meine ersten Gedanken, welche mir durch den Kopf schossen: Was ist eigentlich eine Digitalfabrik? Die ersten Ansätze lieferte der Artikel selbst: Bankeigene Forschung und Entwicklung sowie Investitionen von 750 Mio. Euro für Digitalisierung in Privat und Firmenkundengeschäft bis 2020.

Digitalfabrik = digitale Fabrik?

Im ersten Moment habe ich untersucht ob ein Zusammenhang zwischen diesem Begriffen besteht und bin eigentlich auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Eine Digitale Fabrik ist ein: Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen und Methoden unter anderem der Simulation und 3D-Visualisierung. Ihr Zweck ist die ganzheitliche Planung, Realisierung, Steuerung und laufende Verbesserung aller wesentlichen Fabrikprozesse und -ressourcen in Verbindung mit dem Produkt (Wikipedia).

Dies scheint im Sinne der deutschen Bank nicht gerade zutreffend zu sein. Somit besteht also auf den ersten Blick kein Zusammenhang zwischen der Digitalfabrik und der digitalen Fabrik.

Entwicklungszentrum für Innovation

Anschließend habe ich im Private Banking Magazin mehr Informationen finden können. So sagt das Magazin: Die Deutsche Bank hat ein eigenes Entwicklungszentrum für digitale Bankprodukte gestartet: In der sogenannten Digitalfabrik in Frankfurt entwerfen und programmieren rund 400 Mitarbeiter aus 14 Nationen. Es scheint sich also um eine Art Netzwerk oder Zentrum mit Experten zu handeln, welche digitale Geschäftsmodelle und Produkte entwickeln. Es scheint sich also ganz klar um ein Kompetenzzentrum zu handeln.

Digitalfabrik in der Startup Welt

Im weiteren Verlauf habe ich den Begriff ebenfalls als interaktiven runden Tisch oder Meeting in der Startup Welt gefunden. Anscheinend ist also eine solche Fabrik eine Art Meetingformat oder im Falle der deutschen Bank ein Kompetenzcenter, welches digitale Technologien entwickelt und Expertenwissen bündelt.

Digital Lab = Digitalfabrik?

“Porsche geht den nächsten Schritt in Richtung digitale Transformation. In Berlin hat der Stuttgarter Sportwagenhersteller jetzt das Porsche Digital Lab eröffnet.” (Quelle Porsche Newsroom). Es wird also auch viel über solche Digital Labs geredet und in vielen Stellenanzeigen die digitalen Köpfe für das digital Lab gesucht. Könnte also dieses Lab das gleiche sein wie die Digitalfabrik? Eine Antwort findet sich bei McKinsey, welche es wie folgt beschreiben:
“In den Digital Labs bündeln wir unsere digitale Expertise – und verknüpfen die Agilität von Start-ups mit den Kompetenzen und Ressourcen der weltweit führenden Topmanagementberatung. Das McKinsey Digital Lab in Berlin sowie acht weitere Digital Labs weltweit sind spezialisierte Kompetenzzentren, die Strategieberatung mit Technologieexpertise vereinen.”

Somit scheint es sich also bei einer Digitalfabrik oder einen Digital Lab um ein Kompetenzzentrum mit Startup-Feeling für hochkreative Themen zu handeln. Dort sollen neue Innovationen im Kontext der digitalen Transformation entstehen.

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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