Ich bin oft auf Netzwerktreffen und man sagt mir, dass die Digitalisierung gut und gerne neue Regeln schreibt. Doch welche sind das und wie wirkt sich das auf die Strategie für das neue Innovationen bei Geschäftsmodellen aus?

Ich habe mich das schon einige Zeit gefragt und dazu einige Startups sowie meine aktuellen Innovationsprojekte, welche ich für Kunden betreue, beobachtet. Ich habe einige spannende Erkenntnisse gemacht.

Erkenntnis 1: Masse gewinnt gegen Klasse! Bei neuen Geschäftsmodellen gilt es i.d.R. den Markt zu gewinnen. Schauen wir auf Lieferdienste wie Lieferando, Foodora und co. sowie auf die E-Roller um Voi, Tier und Lime. Die aktuellen Anbieter versuchen mit einer fast schon krassen Gewalt den Markt zu erobern. Oft gewinnen die Anbieter mit großen Konzernen im Hintergrund oder guten Investoren. Es gilt oftmals: Mit Verlust in den Markt und durchhalten. Auch Amazon hat lange Verlust mit Büchern oder Home24 mit Möbel gemacht, bis der Markt wirklich groß genug war.

Erkenntnis 2: Skalierung vor eigenen Ressourcen. Ich bin oftmals in großen Verbünden von Dienstleistern, welche solche innovative Projekte umsetzen. Es wird kaum etwas mit eigenen Ressourcen gemacht. Grund ist, dass man schnell skalieren möchte. Eine schnelle Skalierung führt zu mehr Flexibilität und Agilität. Auch bei Startups finden sich Freelancer und Praktikanten. So kann ein solches Business schnell auch wieder abgebaut werden.

Erkenntnis 3: Design vor Usability. Obwohl in den letzten Jahren eigentlich Usability auf den Siegeszug war, konnten sich “coole Sprüche” und “tolle Logos” wieder durchsetzen. “Change Mobility for Good” (Tier) oder “Don’t be evil” (Google) sind in den Köpfen von jungen Menschen. Dies ist in meinen Augen eine Konsequenz der schnellen Skalierung und des Wachstums. Es ist schwer in einer solchen Geschwindigkeit eine gewisse Qualität zu halten. Es soll deswegen mit Marketing dagegen gehalten werden.

Fazit

Ich habe in diesem Artikel auf Erweiterungen von Geschäftsmodellen verzichtet und mich auf wirkliche disruptive Innovationen wie E-Mobilität oder Lieferdienste beschränkt. Ich selbst wirke auch bei solchen Projekten oftmals als Dienstleister in der Praxis mit. Diese wenigen Aussagen stellen einfach meine aktuelle Meinung dar und sicher sind diese nicht vollständig.

Auch ich habe Erfahrung mit solchen Modellen als Gründer. Als wir die Plattform für Unternehmensverkauf “Projektify” aufgebaut haben, haben wir ebenfalls mit zahlreichen Freelancern und Praktikanten gearbeitet. Die Plattform ist bis heute vollkommen kostenlos und wir haben 2 Jahre gebraucht einen sinnvollen Marktanteil zu ergattern. Es hieß für uns: Schnell wachsen und durchhalten! Mittlerweile sind wir ein Verein und helfen ehrenamtlich Gründern.

Disruption ist nicht einfach und fordert eine hohe Geschwindigkeit sowie einiges an Geldreserven. Man geht schnell an den Markt und muss sich behaupten. Speziell durch digitale Zusammenarbeit und der rasanten Technologieentwicklung ist eine solche Geschwindigkeit möglich. Es bleibt spannend, welche Disruption als nächstes auf dem Markt kommt. Das Innovation nicht leicht ist, zeigt eine aktuelle Studie von Accenture, welche über 500 Unternehmen untersucht hat und zwei spannende Thesen aufstellt, welche meine Meinung unterstreichen: Wirkliche Digitale Disruption kann aktuell nur mit hohen Einsatz von Geldmitteln erreicht werden: 

  • Auf einem hohen Umsatzniveau werden die deutschen
    Top500 nur noch ein flaues Wachstum verzeichnen,
    wenn es nicht gelingt, mit Innovationen neue Potenziale
    zu erschließen. 
  • Bislang ist es nicht gelungen, die Digitalisierung für
    erhebliche Umsatzzuwächse zu nutzen.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/unternehmer-idee-kompetenz-vision-1340649/

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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