Corona zwingt uns von Zuhause zu Arbeiten und auch fast die gesamte Freizeit dort zu verbringen (Stand April 2020). Dies kann im Job als auch Privat zu Isolation führen. Ich erlebe in sozialen Netzwerken, dass zahlreiche Menschen Videomeetings über bspw. Skype machen und damit mit Freunden in Kontakt bleiben. Doch haben Sie mal darüber nachgedacht Freunde oder Business Kontakte mit einer VR-Brille in der virtuellen Realität zu Treffen? Ich habe es ausprobiert und möchte meine Erfahrung in diesem Artikel teilen!

Virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) ist eine computergenerierte Wirklichkeit mit Bild (3D) und in vielen Fällen auch Ton. Meist gibt es in VR Formen der Interaktion, und sei es nur im Sinne der körperlichen Bewegung durch die virtuelle Welt (Gabler). Nicht verwechseln sollte man VR mit Augmented Reality. Dies bezeichnet nicht die vollständige Erschaffung einer virtuellen Welt sondern die Erweiterung der realen Welt um Aspekte wie z.B. Pokemon bei Pokemon Go.

Befragung von über 1.200 Menschen zum Thema VR (Quelle Statista)

Zur Umsetzung benötigen Sie eine spezielle VR-Brille. VR-Brillen erfreuen sich in den letzten Jahren eines größeren Interesse in der Gesellschaft. Laut einer Umfrage besitzen seit 2019 – 10% von 1.200 Befragten eine solche Brille, weitere 21% können sich vorstellen eine solche Brille zu kaufen und über ein Drittel haben diese schon ausprobiert.

Meine Erfahrung: VR-Brillen im privaten Umfeld

Auch ich habe mir vor der Nutzung im Business erstmal privat eine solche Brille 2019 in Form der Playstation mit einer VR-Brille gekauft. Man spielt dort in erster Linie und besteigt virtuell den Mount-Everest oder rettet die Welt vor Monstern aller Art. Durch die Motion Controller lassen sich Bewegungen wie klettern und Boxen sehr echt durchführen. Es wurden bereits über 1. Mio Geräte verkauft, was Playstation zum Marktführer in VR macht (rund 15% Abstand zum zweiten und dritte Platz – HTC und Oculus – Computerbase).

Ich beim Playstation VR spielen an einem ruhigen Sonntag

Meine Erfahrung: VR-Brillen im Business Umfeld

VR im B2B Umfeld? Das ist definitiv noch nicht verbreitet aber wie eine Statistik zeigt, wächst die Verwendung von VR anhand des Umsatzes schon langsam an. Für 2020 werden 2 Mrd. Euro prognostiziert. Ist VR also eine Alternative im Homeoffice zur Videokonferenz?

Prognose und Erhebung des Umsatz mit VR-Services weltweit (Quelle Statista)

Nun habe ich mir mit einigen Kollegen eine VR-Brille gekauft. Wir sollten ausprobieren ob wir uns dort noch effizienter als per Video treffen können und Konzepte sowie SoftwareCode sinnvoll diskutieren können. Wichtig war uns vor allem die persönliche Nähe trotz Kontaktsperre durch Corona zu erhalten. Anfangs war es natürlich ungewohnt aber wir hatten sehr viel Spaß und nutzen es seit 2 Monaten sehr gerne. Mittlerweile beginnen meine Tage oft mit einem VR-Meeting.

Ein typisches VR Meeting auf dem Balkon im Homeoffice

Es ist eigentlich ganz einfach. Man erstellt sich einen Avatar und loggt sich in den VR-Raum ein. Nun laden wir alle Teilnehmer ein und wählen einen entsprechenden Raum. Man kann sich neben dem Business Raum noch im Weltall oder an einem Lagerfeuer treffen. Wir wählen jedoch immer den Business-Raum. Auf dem Beamer kann ein Presenter ein Bild oder Video hochladen und wir können darüber diskutieren.

Fotos aus der VTIME App (Quelle VTIME)

Mein Fazit: Es fühlt sich deutlich besser an als ein Video Meeting und ist eine tolle Alternative. Natürlich ist alles noch am Anfang aber ich bin mir sicher, dass es eine tolle Alternative zur Videokonferenz und ein Teil unserer Business-Welt wird.

Ich stelle mir die Zukunft mit VR-Meetings so vor wie mein meine Kollege Tobias Greff vom AWS Institut. Unsere Idee ist ein virtueller Projektleiter, welcher sich für das Problem ein Team in einer Plattform zusammenstellt und selektiert wird nach fachlicher Expertise, geprüften Referenzen, Sternerankings oder Empfehlungen aus dem beruflichen Social Network. Ergänzt wird das virtuelle Team noch um intelligente Bots, d. h. Assistenzdienste mit einer auf spezifische Themenbereiche ausgelegten künstliche Intelligenz. 

Sie schreiben die Protokolle und transkribieren die Ergebnisse. Generieren automatisch auf Anfrage Powerpoint Slides, Excelkalkulationen oder führen Informationsrecherchen durch. Das Team ist somit zusammengestellt. Also ab ins erste Kundenmeeting und schnell noch mit wenigen Klicks, das Outfit angepasst, denn zum Innovationsprojekt gehören laut statistischer Erwartungshaltung nur Jeans und Hemd.

Lesetipp: Der digitale Zwilling

Zum Abschluss: Ich habe folgende VR-Brillen probiert und empfehle für den Start eine Oculus Go, welche für 149 Euro zu haben ist.

Fazit

VR war bis heute eine Nischentechnologie und hat sich in meinen Augen erst mit der PlayStation VR im privaten Bereich bekannter gemacht. Es zeigt sich, dass es noch an vielen Stellen verbessert werden muss um ein perfektes Spielerlebnis zu produzieren aber es macht bereits jetzt schon eine Menge Spaß.

Dies hat mich dazu gebraucht VR auch im Business in Form von Meetings auszuprobieren. Speziell durch Corona wollten wir eine Alternative zur Videokonferenz. Wir waren von den ersten Meetings begeistert und nutzen die wenigen Möglichkeiten. Wir diskutieren aktuell sehr offene und keine datenschutzrelevanten Inhalte, da wir noch eine sichere on-premise VR Lösung brauchen. Aber für einen ersten Test kann ich sagen, dass es sicherlich ein Teil unserer Business Welt werden könnte. Ich würde es begrüßen!

Bildquelle: Geschäft Foto erstellt von pressfoto – de.freepik.com

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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