Sie kennen sicher mindestens eine der folgende zwei Situationen:

  • Sie kommen neu ins Unternehmen und ein Mitarbeiter wird hoch gelobt, weil er vor 10 Jahren der Firma viel geholfen hat. Sie merken jedoch nach dem Kennenlernen, dass dieser Mitarbeiter aktuell eigentlich kaum noch Wert bringt und eher einen Hype gleicht.
  • Sie haben einen Bewerber, welcher von zahlreichen erfolgreichen Projekten vor 10 Jahren erzählt aber der CV der letzten 5 Jahren eigentlich eher Mau ist.

“Der war mal gut”

Diesem Satz denken sich glaube zahlreiche Mitarbeiter, wenn Sie auf solche Mitarbeiter treffen. Ich merke oft, dass alte Erfolge lange nachwirken bei Mitarbeitern, welche 10-15 Jahre im Unternehmen sind und auch bei Jobwechseln oftmals solche Erfolge noch ein hohes Gewicht haben. Doch ich sehe eine Gefahr:

Tendenziell neigen solche Mitarbeiter dazu Probleme von heute mit Methoden von gestern zu lösen!

Die letzten 5 Jahre sind entscheidend!

Gerade die IT-Welt dreht sich wahnsinnig schnell. Softwareentwicklung beispielsweise wurde durch Cloud fundamental verändert. Statt Monolithen werden kleine Micro-Services gebaut, welche wie eine Art Orchester verwaltet werden und in Punkto Management dominieren Methoden wie Scrum und co. Es gilt diese neue Methoden im Unternehmen umzusetzen.

Ich glaube deswegen, dass vor allem die Erfolge der letzten 3 und 5 Jahre am wichtigsten sind. Mitarbeiter starten nach großen Erfolgen oftmals eine eher ruhigere Phase und verpassen oftmals so neue Entwicklungen. Es besteht die Gefahr, dass Potentiale der neuen Technologien und Methoden verpasst werden. Besonders im Sinne des Long-Life-Learning ist dies oftmals gefährlich wenn der ernannte Messias das Unternehmen eher 2 Jahre zurückwirft als voranbringt.

Fazit: Chance für junge Talente!

Natürlich ist dies gerade etwas überspitzt formuliert aber doch wahr. Ich setze deswegen als Führungskraft gerne auf einen Mix auf jungen, gebildeten und hungrigen Talenten als auch alten Hasen. Jedoch scheue ich mich nicht bei alten Hasen auch aktuelle Wissenslücken anzusprechen und mich nicht von alten Erfolgen blenden zu lassen.

Jedoch gibt es eine große Chance hier für junge Talente, welche auch ich genutzt habe. Durch meine Doktorarbeit zum Thema der Nutzung von Technologie zur Steigerung von Agilität konnte ich mich als Abteilungsleiter gegen andere Bewerber durchsetzen. Ich hatte Kenntnisse wie eine Abteilung komplett virtuell arbeiten kann und auch Führung im digitalen Raum funktioniert. Solche Erkenntnisse sind bis heute sehr neu und für viele erfahrene Führungskräfte noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Es gilt in gefährdeten Berufen mithilfe von neuen IT-Skills sich konsequent weiterzubilden und das Berufsbild zu wandeln. Beispielsweise kann ein Sacharbeiter mithilfe von IT-Skills die Automatisierungssoftware konfigurieren oder ein Bauarbeiter intelligente Maschinen bedienen. Wir sollten als Arbeitnehmer anfangen, 100 Prozent Verantwortung für die berufliche Sicherheit zu übernehmen #Employability, da diese Verantwortung Unternehmen nicht mehr für die Arbeitnehmer übernehmen können. Auch kann man sich nicht auf Bildungssysteme in Unternehmen verlassen, sondern muss sich auch in der Freizeit durch aktives Lernen weiterbilden. Schon eine Umfrage von Haufe zeigt, dass mehr als ein Drittel von über 1.000 befragten Angestellten sich bereits am Wochenende und in der Freizeit weiterbilden.

Umfrage von Haufe zur Weiterbildung

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/wissen-buch-bibliothek-gl%C3%A4ser-1052010/

Genderhinweis: Ich habe zur leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet. Sofern keine explizite Unterscheidung getroffen wird, sind daher stets sowohl Frauen, Diverse als auch Männer sowie Menschen jeder Herkunft und Nation gemeint. Lesen Sie mehr dazu.

Rechtschreibung: Ich führe diesem Blog neben dem Job und schreibe viele Artikel in Bahn/Flugzeug oder nach Feierabend. Ich möchte meine Gedanken und Ansätze als Empfehlungen gerne teilen. Es befinden sich oftmals Tippfehler in den Artikeln und ich bitte um Entschuldigung, dass ich nicht alle korrigieren kann. Aber Sie können mir helfen: Sollten Sie Fehler finden, schreiben Sie mich gerne an! Lesen Sie mehr dazu.

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Autor

Ich blogge über den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Arbeitswelt. Hierzu gebe ich Inhalte aus der Wissenschaft praxisnah wieder und zeige hilfreiche Tipps aus meinen Berufsalltag. Ich bin selbst Führungskraft in einem KMU und Ich habe berufsgeleitend an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management meine Doktorarbeit geschrieben.

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