Cloud Computing ist für mich definiert als die Verwendung von IT-Infrastruktur, um IT-Ressourcen über das Internet flexibel zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile nutzen immer mehr Unternehmen die Möglichkeit mittels dynamischer Ressourcen (Cloud) Daten im Internet zu speichern. Laut einer Studie der Bitkom (Cloud Monitor) verwenden 70% der befragten 500 Unternehmen Cloud-Anwendungen bereits heute.

Häufigster Anwendungsfall: Speicherung von Daten und Dateien

Ein häufiger Anwendungsfall ist die Speicherung von Daten on der Cloud wobei der Datenschutz und Datenverfügbarkeit eine besondere Rolle spielen. Besonders werden laut der Studie werden trotz der Bedenken zunehmend mehr geheime und sogar schützenswerte Daten in der Cloud gespeichert. Die Art der Daten sind: 

  • Unkritische Informationen (81 %), 
  • Schützenswerte Daten (57 %) und 
  • Geheime Informationen (33 %).

Die Umfragedaten zeigen, dass Unternehmen zunehmend mehr Daten in der Cloud speichern und ebenfalls deutlich mehr interne IT-Systeme wie z.B. ERP-Systeme mit der Cloud verbinden. Im Folgenden sollen die genannten zwei Anwendungsfälle erklärt werden.

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Die zwei häufigsten Anwendungsfälle sind die Speicherung von Daten und Dateien in der Cloud (Bildquelle: Pixabay)

Speicherung von Dateien in der Cloud

Ein guter Ansatz ist es Dateien wie Textdokumente, Bilder, Videos und vieles mehr in einer sicheren Cloud-Lösung zu speichern. Hierzu gibt es zahlreiche öffentliche Anbieter, welche eigene Cloud-Lösungen bieten wie Onedrive, Dropbox und Google Drive aber auch private Anbieter, welche Software verkaufen, die auf eigenen Servern betrieben werden kann wie ownCloud, Nextcloud und Box. Die Entscheidung kann nach den eigenen Unternehmensrichtlinien getroffen werden und hat maßgeblich Einfluss auf Datensicherheit und Datenverfügbarkeit. Alle genannten Anbieter bieten neben Desktop und Browserzugriff auch einen Zugriff auf die Daten via iOS und Android App.

Speicherung von Daten in der Cloud

Ein weiterer Ansatz ist es die Unternehmensdaten wie z.B. Kundennamen in einer Cloud oder Cloud-fähigen Datenbank zu speichern. Anschließend werden verschiedene ERP-Systeme und weitere unternehmensinterne Anwendungen an diese Datenbank angeschlossen. Es gibt eine Datenquelle, welche die gesamten Daten speichert und Applikationen, welche dezentral auf die Datenquelle von überall aus dem Internet zugreifen können. Die Datenbanken und Applikationen können auch wieder in einer Public oder Private Cloud (eigene Server) betrieben werden. Auch dies hat wieder Einfluss auf die Datensicherheit und Datenverfügbarkeit. Tipps zur Sicherstellung der Datenverfügbarkeit werden noch am Ende des Artikel gegeben.

Unternehmen sehen Vorteile in der Skalierbarkeit

Die Speicherung von Daten in der Cloud soll den Unternehmen Vorteile bieten. Laut der Bitkom Studie wurden folgende Vorteile genannt, welche die Unternehmen sich erhoffen:

  • Schnellere Skalierbarkeit der IT (80 %), 
  • Geografische Zusammenarbeit (76 %), 
  • Verfügbarkeit und Performance der IT (64 %) und 
  • Organisatorische Flexibilität (61 %).

Häufigste Bedenken sind DATENVERFÜGBARKEIT und Datenschutz

Neben den Chancen und Potenzialen gibt es für die Studienteilnehmer der Bitkom Studie auch Bedenken und Hindernisse. Die wichtigsten sind:  

  • Ausfälle der IT (43 %), 
  • Datenschutzvorfälle in den Unternehmen (39 %) und 
  • Anstieg der IT-Kosten (34 %). 

Besonders Ausfälle der IT können sich auf Unternehmen schwerwiegend auswirken und die Arbeit sogar kurzzeitig völlig verhindern. Laut der Studie hat über ein Drittel der befragten Unternehmen in den vorangehenden zwölf Monaten einen solchen Ausfall erlebt. Besonders ein solcher Ausfall oder eine Minderung der Datenverfügbarkeit kann schwerwiegende Auswirkungen oder sogar den Stillstand eines Unternehmens mit sich ziehen. Es ist deswegen nicht verwunderlich, dass es auf der wichtigste Punkt der Unternehmen ist.

Fazit: Datenverfügbarkeit in der Cloud

Um eine sinnvolle Datenverfügbarkeit in der Cloud sicherzustellen gilt es einen guten Cloud-Provider auszuwählen. Kriterien dafür sind:

  • Man sollte auf jeden Fall auf Recovery Service Level Objectives (SLOs) von unter 15 Min. für alle Anwendungen und Daten achten.
  • Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Anbieter stark automatisiert ist. Für einen weitgehend automatisierten Neustart der Unternehmens-IT nach einem Ausfall sollte eine Backup-Software Funktionen für Disaster-Recovery-Orchestrierung (DR) bieten.
  • Weiterhin sind die Referenzen des Cloud-Providers sehr wichtig. Setzen große Namen auf den Cloud-Provider kann dies ein Zeichen für eine gute Leistung sein.

Die Cloud kann viele Vorteile bieten und für Unternehmen einen Marktvorteil mit sich bringen. Aber es gibt auch die Risiken des Datenschutzes und der Datenverfügbarkeit. Durch die sinnvolle Auswahl eines Cloud Providers können die Risiken minimiert werden.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/wolke-finger-smartphone-telefon-2537777/

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Ich blogge über den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Arbeitswelt. Hierzu gebe ich Inhalte aus der Wissenschaft praxisnah wieder und zeige hilfreiche Tipps aus meinen Berufsalltag. Ich bin selbst Führungskraft in einem KMU und Ich habe berufsgeleitend an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management meine Doktorarbeit geschrieben.

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