Unternehmer und Entscheider auf dem Weg in die Welt der Cloud Technologien erhoffen sich vor allem eine Steigerung der Umsätze und eine einfache Skalierung ihrer IT. Auch wenn dabei Risiken im Bereich des Datenschutzes sowie allgemein hohe Kosten anfallen können, zählen Experten die Cloud zu den TOP 5 IT-Trends. Darüber hinaus prophezeien sie ein außerordentliches Wachstum für Cloud-Anbieter. Und auch eine Studie der Bitkom (Cloud Monitor 2019) zeigt, dass von den über 500 befragten Unternehmen bereits mehr als 70% Cloud Technologien nutzen.

Für den anderen Teilbereich, der sich noch auf dem Weg dorthin befindet, soll dieser Artikel eine Einführung in das Thema vermitteln.

Leitfaden in die Welt der Cloud Technologien

Unternehmer und Anfänger im Bereich der Cloud Technologien sollten zu aller erst die Entscheidung über das passende Servicemodell treffen. Dabei sollten sie hinsichtlich ihrer Anforderungen zwischen IaaS, PaaS und SaaS wählen.

Überblick der Servicemodelle

Das Servicemodell IaaS beschreibt die am wenigsten komplexe Variante und beschreibt dabei ein virtuelles Rechenzentrum mit Rechenleistung, Speicher und Netzwerken. Infrastracture as a Service kann dabei vor allem mit einer hohen Flexibilität sowie einer einfachen Migration bestehender Applikationen, die auf virtuellen Maschinen laufen, punkten.

Die nächste Stufe der Servicemodelle wird durch PaaS dargestellt. Platform as a Service ist insbesondere bei Softwareentwicklern sehr beliebt, da es diesen ermöglicht auf der angebotenen Infrastruktur mittels Schnittstellen eigene Programme schneller zu entwickeln und auszuführen. Dabei ist es zusätzlich leicht skalierbar.

Die komplexeste Form der Servicemodelle wird durch SaaS beschrieben. Software as a Service ist dabei schon mit einem Geschäftsmodell vergleichbar. Hierbei werden den Kunden die Funktionen einer Software gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt.

Überblick der Liefermodelle

Im nächsten Schritt geht es nun darum, dass passende Liefermodell auszuwählen. Also jene Option die beschreibt ob es sich um eine private oder eine öffentliche Cloud handeln soll.

Wie der Name bereits erahnen lässt, beschreibt die Public Cloud das Angebot eines Anbieters zu einer über das Internet öffentlich frei zugänglichen Cloud mit all ihren Diensten. Zwar fürchten sich viele Unternehmen hierbei vor Probleme mit dem Datenschutz. Auf der anderen Seite bietet diese Cloud Technologie den Vorteil, dass auf die Anschaffung eigener Hard- sowie Software und die Verwaltung der IT verzichten werden kann. Diese notwendigen Aufgaben werden hier vom Anbieter übernommen.

Unternehmer und Entscheider denen die Gefahr der Verletzung des Datenschutzes jedoch zu schwer ins Gewicht fällt, können sich auch für die Nutzung einer Private Cloud entscheiden. Dabei werden Verwaltung und Zugänglichkeit der IT-Dienste firmenintern geregelt. Dabei kann schließlich via dem Webbrowser auf wartungs- und installationsfreie IT-Anwendungen sowie eine skalierbaren IT-Infrastruktur zugegriffen werden.

Oftmals liegt es aber auch im Interesse von Unternehmern und Entscheidern, die Vorteile beider Varianten zu kombinieren. Aus diesem Grund hat sich mittlerweile auch eine dritte Form, die Hybrid Cloud, herauskristallisiert.

Die Hybrid Cloud

Bei der Hybrid Cloud werden dabei die bedeutendsten Charakteristiken von Public und Private Cloud zusammengeführt. So ermöglicht die hybride Form von Cloud Technologien Anwendungen, die unter Datenschutzkriterien liegen, intern im Unternehmen zu halten. Gleichzeitig können weniger streng zu schützende Anwendungen öffentlich im Internet durch externe Dienstleister verwaltet werden.

Jedoch birgt auch die Hybrid Cloud einige Hindernisse. So gestaltet sich vor allem die strikte Trennung von Daten häufig als schwieriges Unterfangen. Es bedarf einer strukturierten und konsequenten Unterteilung von kritischen und unkritischen Unternehmensdaten, Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen um das System effizient aufzubauen.

Fazit

Der Anfang mit der Cloud ist oftmals schwer. Das liegt zum einem an der hohen Komplexität und zum anderen auch an der teilweise noch vertretenen Unbekanntheit von Cloud-Lösungen. Jedoch zeigt sich ganz klar, dass Cloud Technologien im Bereich von agiler und moderner Arbeit nicht mehr wegzudenken sind. So lässt sich beispielsweise die Zusammenarbeit von virtuellen Teams mit weltweiten Kunden viel besser steuern.

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Quelle

Lindner, D., Niebler, P., & Wenzel, M. (2020). Der Weg in die Cloud – Ein Leitfaden für Unternehmer und Entscheider. Heidelberg: Springer Gabler.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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