Der Beamtenstatus bringt es mit sich, dass Staatsbedienstete andere berufsspezifische Risiken und Gefahren tragen als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft. So müssen Beamte beispielsweise für Schäden haften, die im Zuge ihrer Tätigkeit entstehen. 

Auch die Regelungen hinsichtlich Pensionszahlungen, Dienstunfähigkeit und Krankenversicherung unterliegen abweichenden Regelungen. Welche Aspekte sind bei Versicherungen für Beamte zu berücksichtigen?

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Viele Versicherungen für Beamte weichen von der Norm in der freien Wirtschaft ab! (link)

Beamtenstatus – vier verschiedene Formen

Beamter ist nicht gleich Beamter! Je nach Status sollte der Versicherungsschutz angepasst werden. Die folgenden Abstufungen gibt es:

  • Beamter auf Widerruf: Darunter werden Referendare und Anwärter verstanden, die sich in der Phase des Vorbereitungsdienstes befinden.
  • Beamter auf Probe: Die Anwärter haben den Vorbereitungsdienst abgeschlossen und durchlaufen eine Probephase, die je nach Dienstherrn bis zu fünf Jahren in Anspruch nehmen kann.
  • Beamter auf Lebenszeit: Steht in einem besonderen Treueverhältnis zum Dienstherrn bis zum Erreichen der Altersgrenze.
  • Beamter im Ruhestand: Erhält nach 40 Dienstjahren eine Pension von bis zu 71,75 Prozent des letzten Bruttogehalts.

Welche Berufsgruppen besitzen den Beamtenstatus?

Der Begriff “Beamter” ist keine eigentliche Berufsbezeichnung. Er stellt eine Statusbeschreibung für Arbeitnehmer dar, die in den Diensten des Staates arbeiten. Nicht jeder Staatsangestellte ist dabei Beamter. Allerdings werden manche Berufsgruppen wie Richter, Professoren oder Soldaten ähnlich wie Beamte behandelt. Bei den folgenden Berufsgruppen liegt der Beamtenstatus im Bereich des Möglichen:

  • Postangestellte
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Justizangestellte
  • Polizeibeamte
  • Zollbeamte
  • Verwaltungsfachangestellte
  • Feuerwehr
  • Angestellte im öffentlichen Dienst
  • Berufssoldaten bei der Bundeswehr
  • Richter
  • Manche Akademiker
  • Manche Professoren
  • Pensionäre

Sinnvolle Versicherungen für Beamte

Für die genannten Berufsgruppen treten beim Thema Beamtenversicherung mehrere Policen in den Fokus. Es ist zu beachten, dass für Beamte in der Regel günstigere Tarife gelten als für Arbeitnehmer auf dem freien Arbeitsmarkt.

Private Krankenversicherung mit Anspruch auf Beihilfe

Die Krankenversicherung für Beamte enthält keinen Arbeitgeberanteil. Vielmehr wird dieser durch die sogenannte Beihilfe geleistet. Diese übernimmt je nach Beamtenstatus zwischen 50 und 80 Prozent der Leistungen. 

Beihilfe wird in der Regel nur gezahlt, wenn der Leistungsempfänger privat versichert ist. Zwar ist es auch möglich, dass Beamte der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten. Dann müssen sie jedoch die vollen Beiträge entrichten.

Diensthaftpflicht für Beamte

Anders als in der freien Wirtschaft sind Beamte für Fehler und Schäden, die während des Dienstes in ihrem Verantwortungsbereich auftreten, ihrem Dienstherrn gegenüber persönlich und vollumfänglich haftbar. Je nach Grad der Verantwortung und Schadensumfang können dabei hohe Schadenssummen entstehen.

Gegenüber diesen Regressansprüchen können sich Beamte mit einer Diensthaftpflichtversicherung schützen. Diese Police gehört zu den besonders wichtigen Versicherungen für Beamte. Ergänzend kann von Staatsdienern im gehobenen und höheren Dienst eine Vermögensschadenhaftpflicht abgeschlossen werden.

Dienstunfähigkeitsversicherung für Staatsdiener

Diese Versicherung ist mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichbar. Sie deckt vorübergehende oder permanente Arbeitsausfälle ab. Bei Beamten kann eine Berufsunfähigkeit schon festgestellt werden, wenn die Minderung der Arbeitskraft weniger als 50 Prozent beträgt. 

Für Beamte ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung sinnvoll, da sie das Einkommen von Beginn der Dienstunfähigkeit bis zum Pensionsantritt ersetzt. Allgemein gelten Beamte als dienstunfähig, wenn sie aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls von einem Amtsarzt vorzeitig in den Ruhestand versetzt oder entlassen werden.

Private Unfallversicherung für Staatsangestellte

Während der Ausübung ihres Dienstes und auf dem Arbeitsweg sind Beamte bei Unfällen über den Dienstherren versichert. Dies gilt jedoch nicht im privaten Bereich. 

Daher bietet sich eine private Unfallversicherung an, wenn gefährlichen Hobbys wie Bergsteigen, Tauchen oder Skifahren nachgegangen wird, besonders dann, wenn der Beamte den Hauptverdienst eines Haushalts bestreitet. Die private Unfallversicherung zahlt eine Unfallrente oder einen Einmalbetrag, auch wenn der Unfall selbstverschuldet ist.

Rechtsschutzversicherung für Staatsbedienstete

Beamte sind nicht vor Rechtsstreitigkeiten gefeit. Zwar besitzen sie einen relativ sicheren Job, doch auch sie werden mit unfairen Arbeitszeugnissen, ungerechtfertigten Gehaltseinstufungen oder mit Problemen bei der Beihilfe konfrontiert. Dies gilt vorzugsweise bei Anwärtern und Beamten auf Widerruf, die noch nicht den höchsten Beamtenstatus erreicht haben.

Einige Anbieter offerieren spezielle Beamtentarife für den privaten Rechtsschutz. Dann werden bei Streitigkeiten, die sich nicht aus dem beruflichen Umfeld ergeben, Prozess- und Anwaltskosten übernommen.

Autor

Nach ihrem Studium im Jahr 2017 hat Anna eine Karriere in einer großen Unternehmensberatung im Bereich Organisationsentwicklung begonnen. Sie beschäftigt sich intensiv mit Veränderungsprozessen und dem Coaching von Mitarbeitenden im Change-Management.

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