Agile Unternehmen benötigen auch mit Blick auf ihre Serverkapazitäten Flexibilität. Ein virtueller Server ist eine attraktive Lösung, um dieses Ziel zu erreichen. Wir klären auf, warum sich ein V-Server für diesen Zweck eignet, wie dieser aufgebaut ist und was die Vor- und Nachteile eines Managed Virtual Servers sind. Welche Zielgruppen profitieren besonders?

Was ist ein virtueller Server?

Virtuelle Server werden von einem Webhoster mit einem Hypervisor erstellt, womit eine spezielle Virtualisierungssoftware gemeint ist. Dieses Verfahren ermöglicht die Aufteilung des verfügbaren Speicherplatzes in mehrere Einheiten, die als V-Server im Fachhandel angeboten werden. Diese Einheiten stellen Abbilder des Wirtservers dar, wobei sich der virtuelle Server wie ein physischer Server verhält, ohne einer zu sein.

Kunden verfügen beim Kauf eines V-Servers über sämtliche typische Ressourcen eines dedizierten Servers wie CPU, RAM, Storage, Schnittstellen und Betriebssystem. Nach dem Kauf haben Kunden die Kontrolle über ihre virtuelle Maschine und können diese zentral verwalten. Alternativ können Kunden einen vServer mieten, was die Liquidität von Unternehmen weiter schont und die IT-Abteilung entlastet.

Die Vorteile eines virtuellen Servers

Die Aufteilung eines Webservers in mehrere Einheiten bietet Besitzern die Möglichkeit einer effizienteren Auslastung der Ressourcen. Tatsächlich liegt die Auslastung eines Servers durchschnittlich bei nur 5 bis 15 Prozent. Sonst brachliegende Speicherkapazitäten lassen sich auf diese Weise sinnvoll nutzen. Dies schont die Umwelt und stellt für Kunden eine günstige Lösung dar, die dennoch hochwertig und zuverlässig ist. 

Die Infrastruktur wird im Regelfall von einem erfahrenen und versierten Dienstleister zur Verfügung gestellt, der zahlreiche Sicherheitssysteme installiert hat und einen Support für Rückfragen und Probleme beschäftigt.

Der V-Server eignet sich zur Herstellung einer preiswerten Testumgebung, um neue Programme und Systeme zu prüfen oder mit Anwendungen zu experimentieren. Die Durchführung kleinerer Projekte lässt sich ebenfalls gut auf dieser sicheren wie günstigen Grundlage managen. Andere Kunden greifen auf V-Server zurück, um Programme in einer abgesicherten Umgebung auf Malware zu untersuchen. Viele Dienstleister lassen ferner die Buchung über mehrere Tarife zu, was eine Skalierung ermöglicht.

Die Nachteile eines virtuellen Servers

Nachteilig ist bei einem V-Server die Abhängigkeit vom Wirtssystem, da die V-Server von einem möglichen Ausfall des Hosters ebenfalls betroffen sind. Hinzu kommt die aufgrund der Aufteilung eher überschaubare Kapazität, was vor allem bei einem geringen Spielraum an freien Ressourcen zu Engpässen bei der Datenverarbeitung führen kann, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig den Server beanspruchen.

Der Speicherplatz ist geringer als bei einer Cloud, während der Rund-um-Service einer Cloud wegfällt, sodass sich Kunden meist selbst um Konfigurationen, Backups, Updates, Upgrades und Patches kümmern müssen. Dennoch ist der administrative Aufwand im Vergleich zu einem eigenen Server geringer. Zwar können Kunden durch ein Angebot mit unterschiedlichen Tarifen ebenfalls mit einem V-Server skalieren. Allerdings stellt es einen qualitativen Unterschied dar, wenn ein Server die Ressourcen passgenau in Echtzeit anpasst oder die Anpassung lediglich über einen Tarifwechsel vollzogen werden kann.

Für welche Zielgruppen ist ein V-Server attraktiv?

Virtuelle Server sind vor allem für Freiberufler, Start-ups und KMU eine gute Lösung, da diese ihr Budget und ihre Ressourcen schonen und dennoch alle Funktionen anbieten, die Kunden von einem dedizierten Server erwarten. Dazu passt, dass Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen ihnen die Möglichkeit verschaffen, zusammen mit der Serverlösung zu wachsen, sodass der V-Server noch lange Zeit gestiegenen Ansprüchen gerecht werden kann.

Webentwickler, Programmierer und IT-Spezialisten greifen ebenfalls gern auf virtualisierte Infrastrukturen zurück, da diese ihnen günstige Testumgebungen zur Verfügung stellen, die ihnen reichlich Spielraum für eigene Projekte, Tests und Experimente vermitteln. Abschließend dürfen sich alle, die ein eigenes Forum oder einen eigenen Blog betreiben möchten, von diesem Angebot angesprochen fühlen. 

Bildquelle: Domenico Loia auf Unsplash.com – https://unsplash.com/de/fotos/macbook-pro-auf-dem-tisch-neben-weissem-imac-und-magic-mouse-hGV2TfOh0ns

Autor

Nach ihrem Studium im Jahr 2017 hat Anna eine Karriere in einer großen Unternehmensberatung im Bereich Organisationsentwicklung begonnen. Sie beschäftigt sich intensiv mit Veränderungsprozessen und dem Coaching von Mitarbeitenden im Change-Management.

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