Der Verkauf über Amazon ist für viele Händler ein lukrativer Weg, um die eigenen Produkte einem breiten Publikum anzubieten. Amazon ist einer der größten und bekanntesten Online-Marktplätze weltweit, der Zugang zu Millionen von Kunden bietet. Um Überraschungen zu vermeiden und den eigenen Gewinn zu maximieren, ist es wichtig, alle Kosten, die mit dem Handel über Amazon verbunden sind, zu kennen. Mit diesem Artikel möchten wir uns die fünf wesentlichen Kostenfaktoren beim Verkauf über Amazon einmal genauer anschauen.

1. Amazon Gebühren

Zu den offensichtlichsten Kosten gehören die Amazon-Verkaufsgebühren, die je nach Produktkategorie variieren können. Sie umfassen in der Regel eine prozentuale Verkaufsgebühr pro verkauftem Artikel sowie möglicherweise eine feste Gebühr pro Artikel. Die Gebühren liegen je nach Produkt normalerweise zwischen 7-15%. Es gibt zwei Haupttypen von Verkäuferkonten bei Amazon: das Basiskonto und das Professional-Konto. Mit dem Basiskonto zahlt man keine monatliche Grundgebühr, sondern eine Pauschale von 0,99 EUR pro verkauftem Artikel. Ab einem bestimmten Verkaufsvolumen – ca. mehr als 40 Produkte pro Monat – ist das professionelle Konto mit einer monatlichen Grundgebühr von 39 EUR ohne zusätzliche Pauschalgebühren pro verkauftem Artikel finanziell sinnvoller.

2. Lager- und Versandkosten

Natürlich muss die zu verkaufende Ware auch irgendwo gelagert werden. Je nach Standort kommen hier auch noch einige Kosten für die Lagerung dazu. Auch der Versand ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Die Versandkosten können schnell ansteigen, besonders wenn man in Überseemärkte verkauft. FBA kann da eine Lösung sein, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Aber auch hier fallen Kosten an, die genau berechnet werden müssen. Die Lagergebühren richten sich hier nach Volumen und Gewicht der Produkte, nach der Lagerdauer und den Gebühren für die Auftragsabwicklung.

3. Werbe- und Marketingkosten

Um auf einem so wettbewerbsintensiven Marktplatz wie Amazon erfolgreich zu sein, sollte man in Werbung und Marketing investieren.  Jedenfalls sollte man PPC Kosten einkalkulieren. Diese fallen für Amazon-Sponsored-Products-Anzeigen an, was hilft, den Verkauf der Produkte anzukurbeln. Die Kosten für PPC-Kampagnen können stark variieren, denn sie sind abhängig von der Konkurrenz in der eigenen Produktkategorie und den von eigens festgelegten Geboten für Schlüsselwörter.

4. Rücksendungs- und Bearbeitungskosten

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor sind Rücksendungen und die damit verbundenen Bearbeitungskosten. Diese können den Gewinn erheblich schmälern, insbesondere wenn die Rücksendequote hoch ist. Bei Nutzung von FBA übernimmt Amazon die Bearbeitung der Rücksendungen, doch auch hierfür fallen Gebühren an. Daher sollte man sich überlegen, wie man die Rücksendequote so klein wie möglich hält und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit nicht vernachlässigt.

5. Steuern und rechtliche Gebühren

Letztlich dürfen auch Steuern und rechtliche Gebühren nicht außer Acht gelassen werden. Abhängig von dem Firmenstandort und dem der Kunden können unterschiedliche Steuern anfallen. Außerdem sollte man als Verkäufer die Kosten für rechtliche Beratung und eventuelle Markenschutzgebühren berücksichtigen. Eine gründliche Recherche und Planung in diesem Bereich kann helfen, unerwartete Kosten zu vermeiden und die Einhaltung aller relevanten Vorschriften sicherzustellen.

Unser abschließendes Fazit

Der Verkauf über Amazon kann den Gewinn des eigenen Online-Handels enorm steigern, bringt aber auch einige Kosten mit sich. Vor dem Start des Verkaufs sollte man alle Amazon Kosten berechnen, um einen Überblick über den möglichen Gewinn zu bekommen.  Durch das Verständnis und die Optimierung aller Kostenfaktoren kann die Gewinnmargen maximiert und ein nachhaltiges Geschäft aufgebaut werden.

Autor

Nach ihrem Studium im Jahr 2017 hat Anna eine Karriere in einer großen Unternehmensberatung im Bereich Organisationsentwicklung begonnen. Sie beschäftigt sich intensiv mit Veränderungsprozessen und dem Coaching von Mitarbeitenden im Change-Management.

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