Im IT-Bereich gewinnt DevOps schon seit längerer Zeit zunehmend an Bedeutung. Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff und welches Ziel verfolgt das Konzept? Diesen und weiteren Fragen gehen wir auf den Grund.

Was ist DevOps eigentlich?

Bei dem Begriff DevOps handelt es sich um eine Zusammensetzung aus den Englischen Wörtern “Development” und “Operation”.  Das aus dem IT-Bereich stammende Konzept befasst sich mit Praktiken zur Automatisierung von Prozessen zwischen Softwareentwicklung und IT. Ziel ist es dabei die Entwicklung von Softwarelösungen zu beschleunigen und diese anschließend schneller zu testen und freizugeben . Um in Zuge dessen die Stärken von Softwareentwicklern und IT-Teams zu vereinen, gibt das Konzept vor, die Bereiche enger miteinander zu verknüpfen.  Mehr Integration und neue Sichtweisen statt isoliertes Arbeiten. Dafür macht sich DevOps Techniken wie z.B. Agile oder Continuous Delivery zu Nutze. Ziel dahinter: Durch Effizienz und Innovation einen Mehrwert für das Unternehmen und die Kunden erlangen.

So enstand DevOps

Nach Jahren von ineffizientem Zusammenarbeiten von Softwareentwicklung und IT-Teams entstand 2007/2008 die DevOps-Bewegung . Leitgedanke des Protest war es mehr Transparenz zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen innerhalb der Entwicklung und Vermarktung von IT-Lösungen zu schaffen. Nicht nur die oftmals räumliche Trennung von teams aus de Bereichen Development und Operations wurde kritisiert, sondern auch das Ziele oftmals nicht klar benannt wurden und teilweise sogar rivalisierten. Aber auch die Tatsache, dass unterschiedliche KPIs (Key Performance Indicators) zur Beurteilung genutzt wurden, entfachte bei Vielen Unzufriedenheit.

Vor zehn Jahren beschloss man also, zunächst bei kleinen lokalen Treffen oder via Online-Austausch, etwas am Konzept zu ändern. Beide Seiten kamen ins Gespräch, mit dem Ergebnis, dass DevOps mittlerweile in vielen Unternehmen ein wichtiges Thema geworden ist.

vorteile von DevOps

DevOps ist unter Experten vor allem dafür bekannt die Vertrauensbasis von Teams zu stärken und damit ein besseres Aufgabenmanagement zu erreichen. Bedeutsame Fehler werden im Zuge dessen häufig schneller behoben sodass Software schneller freigegeben kann. Die Vorteile von DevOps betreffen also vielfältige Bereiche der Unternehmensorganisation:

Gestärkte Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur spiegelt den zentralen Punkt des DevOps Konzepts wieder. Mithilfe von Feedback, Transparenz und Integration der Teams soll ein Denken in Systemen erreicht werden. Mithilfe einer ganzheitlichen Sichtweise können die einzelnen Bereiche ihre Ziele dabei besser aufeinander abstimmen und den gegenseitigen Einfluss effizienter abschätzen.

Intelligenteres Arbeiten

Aber nicht nur die Geschwindigkeit der Arbeit wird durch DevOps deutlich erhöht. Die Erfahrung zeigt, dass auch die Qualität der Entwicklungen deutlich an Wert gewinnt.

Mithilfe von automatisierten Prozessen und Tools nach Standardkonzepten wird die Produktivität der einzelnen Bereiche deutlich gesteigert. Infolgedessen reagieren die Teams häufig schneller auf Probleme und gelangen zu häufigeren Releases. Durch die geringere Isolation der Teams werden dabei außerdem die Betriebskosten gesenkt

Schnellere Problembehebungen

Ein weiterer Pluspunkt von DevOps sind mit Sicherheit die geringeren Ausfallzeiten. Dank schnellerem Feedbackkreisläufen können Probleme zügiger gelöst werden und Teams besser zusammenarbeiten. Offene Kommunikation reduziert hierbei den Druck auf den Einzelnen, sodass es zu weniger Hindernissen bei den Releases kommt. Dadurch kann auch die Kundenzufriedenheit auf lange Sicht gesteigert werden.

Verbessertes Management

DevOps sieht auch vor, dass Prozesse klar strukturiert und vor allem priorisiert werden. Dadurch können selbst unerwartete Aufgaben zeitnah gelöst werden, ohne das dabei an Produktivität eingebüßt werden muss.

Gerade weil die Teams verstärkt Hand in Hand arbeiten, müssen zusätzlichr Aufgaben nicht kompliziert über Abteilungen hinweg gereicht werden. Stattdessen können die Aufgaben untereinander aufgeteilt werden. Dank einer stärkeren Transparenz ist es dabei nicht nur im Vorhinein besser möglich Unerwartetes hervorzusehen, sondern auch effizienter darauf zu reagieren.

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Bildquelle: Pixabay.com

Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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