Kubernetes ist derzeit in aller Munde. Doch viele IT-Abteilungen tun sich schwer damit, ein eigenes Konzept aufzusetzen. Stattdessen nutzt man zunehmend vorgefertigte Cloud-Anwendungen. Doch was ist Kubernetes eigentlich genau und welchen Nutzen bietet es überhaupt? Antworten auf jene und weitere Fragen soll dieser Artikel liefern.

Was ist Kubernetes?

Als Google Projekt aus dem Jahr 2014 wurde Kubernetes nach über 15 Jahren Forschung als Open-Source Projekt zur Verfügung gestellt. Die portable und unendlich erweiterbare Plattform dient dabei zur Verwaltung von containerisierten Arbeitslasten und Services. Diese lassen sich so nicht nur besser einrichten und betreiben, sondern auch erheblich leichter skalieren. Damit wird nicht nur die Automatisierung, sondern auch Konfigurationen enorm vereinfacht.

Kubernetes liegt damit deshalb so sehr im Trend, da man mithilfe des Projekts bisher noch manuell gesteuerte Server durch eine automatisierte Version ersetzen kann. Kubernetes regelt damit nicht nur den Ablauf von Produktionen, sondern liefert auch den passenden Rhythmus. Im Fachjargon spricht man bei einer solchen Tätigkeit von Orchestrierung.

Kubernetes im Vergleich

Im Vergleich zu klassischen Orchestrierungssystemen verfolgt Kubernetes allerdings einen abgewandelten Ansatz. Denn statt sich an einem festgelegten Workflow zu orientieren, besteht die Plattform aus unabhängigen Kontrollprozessen. Deren Aufgabe liegt darin, den Status Quo des Containersystems zu überwachen. Gleichzeitig aber auch darin , diesen stetig in Richtung der gewünschten Version zu optimieren. Demnach ist Kubernetes an keinen festen Lösungsweg einer Aufgabe gebunden, sondern regelt die Zuständigkeiten selbst. Das hat den erheblichen Vorteil, dass keine weitere Kontrollinstanz benötigt wird. Zusätzlich kann man den Prozess der Verwaltung von containerisierten Arbeitslasten und Services dadurch enorm vereinfachen.

Was Kubernetes alles kann

Zusammenfassend ergeben sich dadurch folgende Leistungen, die Kubernetes erbringen kann, um Containeranwendungen zu steuern und zu kontrollieren.

  • Automatisierung von containerisierten Arbeitslasten und Services

Container-Images sowie ihre Konfiguration können mithilfe von Kubernetes automatisch zusammengefasst werden, während sie gleichzeitig vom Open-Source.Projekt durchgehend überwacht werden. Somit entsteht eine Art Fließband, das sicherstellt, dass sich die vorgegebene Anzahl von Containern in einem ständigen Flow befindet. Durch die Verfügbarkeit eines sogenannten Rollout kann man Änderungen zudem jederzeit vornehmen, indem man den Prozess pausiert oder rückgängig macht und anschließend wieder in Gang bringt.

  • Schonung und optimierte Nutzung von IT-Ressourcen

Durch das erkennen freier Ressourcen und das automatische Einbetten von Containern eines Deployments an genau diese Stellen, sorgt Kubernetes für eine Schonung von Ressourcen. Zusätzlich kann man die Nutzung optimieren, indem man als Anwender Minimum und Maximum der Ressourcennutzung vorab festlegt.

  • Automatische Skalierung

Ständig wechselnde Intensitäten von Aufgaben sind für Kubernetes kein Problem, da sich die Open-Source-Plattform selbstständig durch offene Ressourcen wühlt und den Containereinsatz dabei automatisch skaliert. Als Nutzer muss lediglich sichergestellt werden, dass dem Projekt genügend Ressourcen für eine einwandfreie Tätigkeit zur Verfügung stehen.

  • Möglichkeiten zu Persistent Storage

Kubernetes stellt grundsätzlich keine Bezüge zwischen Aufgaben her, weshalb die Container zustandslos sind. Um dennoch die Möglichkeit zu haben, Daten dauerhaft zu speichern, stellt die Plattform Persistent Storage in Form von Schnittstellen zu Diensten wie der Google Cloud Platform oder Amazons EBS zur Verfügung.

Fazit

Im Bezug auf seine Aufgabe als Orchestrierungssystem agiert Kubernetes wie der Dirigent eines Orchesters, der seine Musiker anleitet und deren Tätigkeit verwaltet und überwacht – eben nur auf IT-basierte Anwendungen übertragen. Komplexe Software-Projekte können so automatisiert durchgeführt und überwacht werden, wodurch Ressourcen und Zeitlimits geschont werden, was wiederum einen erheblichen Vorteil für viele Projekte darstellt.

Allerdings bedarf Kubernetes, wie fast jedes IT-basierte System, einer gewissen Eingewöhnungszeit, bis sich der Anwender auf vollem Niveau und Leistungsumfang mit der Plattform auseinandersetzen kann. Dafür bedarf es in der Regel erfahrener Programmierer, die neue Nutzer bei der Einarbeitung unterstützen und mit dem neuen Trend vertraut machen.

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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