In der Vergangenheit gab es bereits klinische Forschungen mit psychoaktiven Substanzen wie LSD. Doch durch gesellschaftliche Reglementierungen im Laufe der Zeit wurde die Forschung unterbrochen, sodass das Potential der Substanzen langsam in Vergessenheit geriet. Nun zeigt sich der Beginn eines Wandels; die vielen positiven Aspekte, die LSD und Co. mit sich bringen, sollen aufgedeckt und in verschiedenste Therapieverfahren integriert werden.

Die Eigenschaften von LSD

In der Gesellschaft werden Psychedelika oftmals mit negativen Eigenschaften assoziiert, die sowohl den Körper als auch die Psyche betreffen. LSD ist allerdings – im Gegensatz zu Alkohol und Nikotin – nicht giftig und hat somit auch keine negativen körperlichen Auswirkungen. Heutzutage kann man online LSD legal kaufen, sodass bei Forschungsinteresse eine Möglichkeit der Testung besteht. Die möglichen negativen Wirkungen auf die Psyche können nicht bestritten werden, allerdings ist das Risiko, einen anhaltenden psychischen Schaden zu erleiden, insgesamt relativ gering. Die so genannten Horror-Trips können zwar vorkommen, haben aber nur selten langfristige Folgen für die Person.

Nach der Verabreichung von Psychedelika wie 1V-LSD erleben die Probanden eine Veränderung des Bewusstseins, die sich durch eine starke Veränderung der sensorischen Wahrnehmung, der Stimmung, des Denkens und des Ich-Bewusstseins äußert. Die Wahrnehmung wird also nicht eingeschränkt, sodass beispielsweise Müdigkeit entsteht, sondern intensiviert. Die Umgebung, aber auch das eigene Innenleben, werden verstärkt wahrgenommen und können in einem kompletten Wachzustand analysiert werden. Manchmal können auch vorübergehende Halluzinationen auftreten, die nicht unbedingt visuell sein müssen. In einigen Fällen werden Geräusche oder Gerüche wahrgenommen, die in der Realität nicht existieren.

Rahmenbedingungen und der konkrete Einsatz

Wie vorhin bereits beschrieben, weisen die psychogenen Substanzen Eigenschaften auf, die sich bei der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen als sehr hilfreich erweisen können. Genau aus diesem Grund konzentrieren sich immer mehr Forscher auf Substanzen wie LSD, sodass neue Therapiemethoden entwickelt werden können, die Patienten mit psychischen Erkrankungen mehr Lebensqualität ermöglichen sollen.

Potenzielle Einsatzgebiete von LSD sind vor allem posttraumatische Belastungsstörungen, Angststörungen und Depressionen. Psychotische Patienten oder Patienten mit ähnlichen Erkrankungen sollten das Präparat nicht erhalten, da ansonsten eine Verschlimmerung der Symptome droht. Gleichzeitig spielt die Vorbereitung eine entscheidende Rolle, die das Nutzen dieser Behandlungsmethode stark beeinflussen kann. Die Patienten, die LSD einnehmen werden, sollten dabei in einer relativ guten psychischen Verfassung sein, da Gefühle und andere Empfindungen verstärkt werden. Innerliche Konflikte und unangenehme Gefühle sollten während der Behandlung neutral angegangen werden können, sodass eine langfristige Besserung der Beschwerden erfolgen kann. Ein weiterer Aspekt, der dringend beachtet werden sollte, ist das richtige Setting, also die Umgebung. Der Patient sollte sich wohl und sicher fühlen und dabei von Dingen umgeben sein, die mit neutralen oder positiven Assoziationen in Verbindung gebracht werden. Nur in diesem “sicheren” Zustand ist eine effektive psychologische Arbeit möglich.

Fazit

Psychedelische Substanzen wie LSD kehren nicht zu Unrecht in die klinische Forschung zurück. Immer mehr Wissenschaftler erkennen das Potential der Substanzen, sodass sie an Therapiemethoden arbeiten, die dieses Präparate integrieren. Psychisch kranken Patienten soll somit eine effektive Behandlungsmöglichkeit geboten werden, sodass folglich ihr Leiden vermindert werden kann. Dabei wird die Effizienz der Methode durch die Voraussetzung der aktiven Mitarbeit des Patienten am Heilungsprozess gewährleistet. Die Person muss sich direkt den Konflikten aussetzen und kann somit im Idealfall zur Verringerung der Symptome beitragen.

Die Risiken der Substanz sollten dabei nicht Vergessen werden. Für viele Personen kann diese Behandlungsmöglichkeit sehr effektiv sein, für andere hingegen auch kontraproduktiv, wenn sie gewisse Probleme aufweisen, die bei einem Konsum noch weiter verstärkt werden würden.

Image: https://pixabay.com/de/photos/labor-analyse-chemie-forschung-2815641/

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