E-Commerce boomt! Das zeigte dieses Jahr erst wieder die Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels: 2016 hat der digitale Vertrieb in deutschen Unternehmen um 49 Milliarden Euro zugenommen. Diese hohe Zuwachsrate von 32 Prozent kommt auch dadurch zustande, dass inzwischen viele KMU auf den digitalen Vertriebskanal setzen. Insgesamt sind 21 Prozent der mittelständischen Unternehmen im E-Commerce aktiv. 200.000 von diesen etwa 780.000 Unternehmen haben den Onlinehandel 2016 neu für sich entdeckt. Dabei liegt der Anteil am Umsatz durch E-Commerce im Durchschnitt bei noch moderaten 23 Prozent. Besonders interessant ist, dass gerade junge KMU unter 10 Jahren durchschnittlich schon 43 Prozent ihres Umsatzes über den Onlinehandel generieren. Im E-Commerce steckt also noch einiges Potenzial für KMU.

E-Commerce: Chancen für KMU

Gerade im Vergleich mit großen Konzernen kristallisiert sich ein entschiedener Vorteil für den Mittelstand: In einer schlanken Unternehmensorganisation ist es oft einfacher, neue Strukturen und Prozesse umzusetzen. Darüber hinaus beginnen viele Start-ups heutzutage im Onlinehandel und gehen damit die ersten Schritte der digitalen Transformation, ohne diese als neue Strategie explizit im Management verankern zu müssen – digital sein ist für sie von Beginn an Teil der Unternehmensphilosophie.

Herausforderungen für KMU

Mit einem einfachen Onlineshop als Ergänzung für den stationären Einzelhandel ist es aber noch lange nicht getan, um eine ganzheitliche E-Commerce-Strategie umsetzen zu können. Durch regelmäßige Innovationen kann es für kleine Händler auch zur Herausforderung werden, sich online gut aufzustellen und gleichzeitig die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Große etablierte Player setzen hier die Trends, während kleine Einzelhändler diese manchmal kaum umsetzen können. So geht aus einer Infografik von RS Components hervor, dass bei Apple ein Team von etwa 1.000 Ingenieuren an Entwicklungen rund um Augmented Reality arbeitet. Dazu gehört zum Beispiel die immer beliebter werdende AR-Brille, die es Kunden im Onlinehandel ermöglicht, Produkte virtuell auszuprobieren. Das ist nicht der einzige Trend, der die Branche in den nächsten Jahren erwartet oder schon erreicht hat. Künstliche Intelligenz und Big Data werden auch hier an Einfluss gewinnen – weit über personalisierte Werbung und Chatbots hinaus. Weitere Trends im E-Commerce können Sie der folgenden Grafik entnehmen:

Die Zukunft des E-Commerce – eine Infografik von RS Components

Fazit: E-Commerce als Treiber der digitalen Transformation

Die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels zeigen, dass E-Commerce gerade für kleine und mittlere Unternehmen enormes Potenzial bereithält. Dabei mögen KMU im Schatten von Big Playern und großen Tech-Konzernen stehen, können aber auch von ihnen profitieren, zum Beispiel indem sie über einen Marketplace zum ersten digitalen Absatz kommen. Daher sollte die Bedeutung von KMU für die digitale Transformation im Allgemeinen nicht unterschätzt werden. Junge Unternehmen, die von Beginn an digital aufgestellt sind, können schnell zu Trendsettern werden, setzen sie die Erwartungen der Kunden an das Online-Shopping-Erlebnis um. Damit sind sie einigen alteingesessenen Konzernen weit voraus und fördern die digitale Transformation unserer gesamten Gesellschaft.

Autor

Als Online-Redakteurin bei der Berliner Performance-Marketing-Agentur Peak Ace ist Anne Weißbach vor allem für die Produktion von nutzer- und suchmaschinenfreundlichem Content zuständig. Vorher studierte sie Journalistik und arbeitete als freie Redakteurin für Lokalzeitungen und Online-Magazine.

Schreiben Sie einen Kommentar

*

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen