Es ist eine Frage, die Motor Sport Fans schon seit Generationen beschäftigt. Wird die Technik in den Formel 1 Fahrzeugen immer wichtiger und hängt der Sieg nicht mehr vom Talent der Fahrer ab?

Eines kann gewiss gesagt werden, dass die Technik in den Formel 1 Wagen immer komplizierter wird. Viele Kraftfahrzeughersteller sehen die Formel eins als ein persönliches Testfeld an, in der neue Entwicklungen ausprobiert werden können. Es ist also generell schwierig zu sagen, ob die einzelnen Teams Vorteile durch ihre ausgefeilte Technik oder ihre talentierten Fahrer erziehen können.

Es gibt einige interessante Fakten, die über die technischen Veränderungen in den aktuellen Rennfahrzeugen Auskunft geben. Vielleicht haben sie sich ja auch schon einmal gefragt, warum in den Formel 1 Fahrzeugen kein Allradantrieb eingesetzt wird. Dieser könnte in vielen Situationen vorteilhaft sein, da die Antriebskraft auf die verschiedenen Räder verteilt werden könnte. Dies könnte zum Beispiel mit einem Elektromotor in der Vorderradachse umgesetzt werden, der durch die Bremsenergie wieder Energie zurückgewinnen könnte. Auch die Traktion würde davon profitieren, da das Drehmoment genau auf aktuelle Situation angepasst werden könnte. Dass kein Allradantrieb in der Formel 1 eingesetzt werden kann, hat aber einen ganz einfachen Grund. In dem Art. 9.1 des technischen Reglements wird vorgegeben, dass nur zwei Räder an einem Fahrzeug angetrieben werden dürfen.

Ein innovatives System wird aber heute schon in der Formel 1 eingesetzt. Mit dem Power Assisted Steering, ist es möglich, den Winkel der Räder unabhängig voneinander zu verändern. Dieses System wird von Mercedes und Ferrari schon seit der Saison 2019 genutzt. Eines der Vorteile dieses Systems ist es, dass dadurch die Probleme mit den Temperaturen der Vorderreifen aus der Saison 2019 gelöst werden können. Die Technik muss dabei allerdings absolut ausgewogen sein und jede Komponente, alle Gleitlagerbuchsen bis hin zur kleinsten Schraube, muss genau berechnet und ausbalanciert werden. Dieses System trägt aber auch zur Komplexität der Fahrzeuge.

Ein weiteres Beispiel ist die Motorsteuerung der Verbrennungsmotoren in der Formel Eins. Die Steuergeräte müssen heutzutage so viele Funktionen überwachen, übertragen und kontrollieren, dass sie immer mehr Hochleistungscomputern gleichen. Für jede Strecke werden genaue Einstellungen entwickelt und abgespeichert, die jederzeit vom Fahrer und dem Team angepasst werden können. Im optimalen Fall steht dem Piloten immer der perfekte Energieschub bereit, angepasst für jede Position des Fahrzeugs auf der Strecke.

Änderungen an den Fahrzeugen für die Saison 2021

Eingefleischte Formel 1 Fans wissen sicherlich, dass nächstes Jahr große Änderungen in dem Regelwerk der Formel 1 anstehen. Aber auch in diesem Jahr können wir einige offensichtliche visuelle Veränderungen an den Fahrzeugen feststellen. Eine davon ist die Änderungen an den Fußböden der Fahrzeuge. In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, dass die Fahrzeuge Längs- und Seitenschlitze im Boden hatten, mit dem eine stärkere Saugkraft unter dem Fahrzeug hervorgerufen wurde. Durch sie entstand ein Wirbel, der sich an der Bodenkante bildet und das Fahrzeug auf den Asphalt gedrückt hat. Die Vorschriften in diesem Jahr verlangen aber, dass der gesamte Boden solide sein muss.

Neben verschiedenen technischen Veränderungen, wurde 2021 auch eine Kostenobergrenze eingeführt. Sie beträgt 145 Millionen $, die ein Team für die laufende Saison ausgeben darf. Dies soll den Teams helfen, die über kein so großes Budget verfügen, wie die großen Rennställe. Das limitierte Budget soll allen Fahrern die gleichen Voraussetzungen bieten und wird uns in der laufenden Saison zeigen, wie wichtig die Technik in den Fahrzeugen ist und wie viel von dem Talent des Vaters abhängt.

Image by Peter Fischer from Pixabay 

Edward Teach
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