Home-Office, Remote Work und automatisierte Prozesse: Was vor wenigen Monaten in vielen Unternehmen noch undenkbar war, gehört aktuell zu den normalen Strukturen funktionierender Firmen. Die Technik hat den finalen Einzug in die tägliche Arbeitsweise beendet und spielt selbst bei Jobs im überwiegend Offline-Bereich nun eine wichtige Rolle. Aber macht die unaufhaltsame Digitalisierung Arbeitsplätze streitig oder unterstützt sie bei der Bewältigung von Aufgaben?

Die Diskussion über den Wandel der Arbeitswelt ist seit vielen Jahren in vollem Gange. Während sich Angestellte in Produktionsstätten bei Autobauern oder Metallgewerbe über die Rationalisierung ihrer Stellen durch neue Maschinen beklagen, sehen Büroangestellte die Einbindung technologischer Fortschritte als Arbeitserleichterung. Tatsache ist, dass die Technik zum langfristigen „Arbeitskollegen“ geworden ist, der nicht nur punktuell zum Einsatz kommt. Dauerhaft und beständig, lautet die Devise.

Nachhaltige Veränderungen gehören zur logischen Entwicklung im Leben. Die aktuelle Situation auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt zeigt jedoch, wie gravierend sich diese in Krisenzeiten auswirken kann. Dabei muss dieser anhaltende Trend keineswegs nur negativ zu betrachten sein. Die Angst bei einigen vor dem Verlust des Jobs ist sicherlich in vielen Fällen berechtigt bei Arbeitnehmern. Aber allein durch die Integrierung neuer Maschinen, die Arbeitsprozesse optimieren und in kürzerer Zeit bewerkstelligen können, muss nicht um seine Stellung im Unternehmen gefürchtet werden. 

Interaktionen schaffen zwischen Menschen und Maschine

Die Fronten zwischen Technik und Mensch müssen auf dem Arbeitsmarkt aufgehoben werden. Es geht nicht darum, die Integration als Feindbild der eigenen Position gegenüberzusehen, sondern darum Synergien zu schaffen. Zusammenarbeit zwischen menschlicher Arbeitskraft und digitaler Rechenleistung führen zu einem Anstieg in der Produktivität. Durch diese Verbindung wird neues Potenzial geschaffen.

In der Forschung wird dieser Schritt als Arbeitswelt 4.0 gesehen. In der Praxis schlägt sich dies in Form von schnelleren Arbeitsschritten wieder. Datenbanken werden durch künstliche Intelligenzen und Algorithmen so programmiert, dass Suchen, Analysen und Auswertungen innerhalb von wenigen Sekunden erfolgen. Erledigt eine Arbeitskraft dies händisch, würde das vermutlich unzählige Arbeitsstunden dauern. Die dahinterstehenden Personalkosten rechtfertigen das kaum, wenn es eine deutlich effektivere Methode gibt.  

Weiterqualifizierung als Option sehen

Die Angst vor dem Wegfall seines Arbeitsplatzes sollte zeitgleich als Chance betrachtet werden. Die Einbindung von Technik setzt auch voraus, dass sie bedient werden kann. Schulungen und Seminare ermöglichen diese Fähigkeit, die Arbeitnehmer wahrnehmen sollte. Dabei sollte man sich bewusst sein, dass dies keine Maßnahme zur Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes ist, sondern eine Investition in die eigene Zukunft. Nur wer mit der Entwicklung geht, kann sich auch in der digitalisierten Welt behaupten. Wer offline bleibt, schließt sich selbst aus.

Tabellenbearbeitung, Textprogramme oder die Arbeit mit Schnittstellen zwischen Abteilungen sind schon erste Schritte, die in diesen Bereich fallen. Durch die Verteilung von Kollegen auf andere Städte oder Länder ist eine digitale Vernetzung unumgänglich. Kommunikation erfolgt digital und muss beherrscht werden. Wer sich ausschließlich auf Telefonie und Fax verlässt, wird Schwierigkeiten haben, sich in modernen Unternehmen zurechtzufinden. Die Weiterentwicklung muss voranschreiten, damit Firmen erfolgreich am Ball und Teil der Wirtschaft bleiben. Die Technik als Feind zu sehen, birgt mehr Probleme als eine produktive Zusammenarbeit.

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Dieser Artikel wurde als Gastartikel verfasst. Für mehr Informationen zum Autor fragen Sie bitte den Betreiber des Blogs an.

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