Im Namen des (arbeitenden) Volkes: Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Mai 2019 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, die tägliche Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu protokollieren. Was erst einmal kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Und es gibt gute Gründe für die Einführung einer modernen Zeiterfassung.

Sie ist fair – Stichwort Überstunden

Wer – anders als „ältere“ Arbeitnehmer – keine analoge Stechuhr mehr kennt, empfindet beim Thema Arbeitszeiterfassung eher Unbehagen. Mitunter denkt man an eine unerwünschte Kontrolle durch den Arbeitgeber und starre Arbeitszeiten. Man sollte jedoch bedenken: Jeder Arbeitgeber hat sicherlich Interesse an einem Leistungsnachweis seiner Mitarbeiter (der wiederum an ein gewisses Zeitquantum gekoppelt ist). Deshalb hat die Einführung einer modernen Zeiterfassung gerade in Sachen Fairness einen entscheidenden Vorteil: Sie verhindert das „freiwillige“ Leisten von Überstunden beispielsweise bei Angestellten mit Vertrauensarbeitszeit. Mit einem digitalen Zeiterfassungssystem werden dem Mitarbeiter auch genau die entsprechenden Überstunden gutgeschrieben – und er profitiert davon in Form von Freizeitausgleich oder einer Extra-Vergütung.

Sie ist modern – Stichwort Arbeit 4.0

Alle reden im Zuge der Digitalisierung von der Möglichkeit (oder Notwendigkeit), mehr Arbeit im Home Office zu erledigen. Nur: Wer sich als Arbeitgeber nicht nur als modern präsentieren, sondern das auch in die Tat umsetzen möchte, muss die richtige Einstellung und Technologie haben. Gerade das erfolgversprechende Modell der sogenannten Arbeit 4.0 – in Anlehnung an Industrie 4.0, also die 4. industrielle Revolution – erfordert eine entsprechende Ausstattung. Hier geht es nicht nur um einen überschau- und kontrollierbaren Workflow digitaler Projekte durch Programme wie z. B. Jira oder Newscred, sondern auch um die valide Erfassung von Arbeitszeit – egal wann und wo. Nur mit einem modernen Zeiterfassungssystem lässt sich eine moderne Arbeitswelt schaffen, die möglichst allen Bedürfnissen gerecht wird.

Sie ist effizient – Stichwort „Zeit ist Geld“

Einerseits entfällt für Arbeitnehmer durch moderne Hard- und Software bei heutigen Zeiterfassungslösungen das aufwendige Eintragen von Uhrzeiten oder das Einführen der Stempelkarte. Andererseits hat die elektronische Erfassung der Arbeitszeit auch für Arbeitgeber mehrere entscheidende Vorteile: Es werden für die Personalabteilung nicht nur automatisch alle Daten, wie beispielsweise Beginn und Ende der Arbeitszeit erfasst und dem Mitarbeiter zugeordnet, sondern das System erkennt auch direkt Unregelmäßigkeiten oder Fehlzeiten. Das erspart jede Menge Zeit – und damit Geld.

Sie ist transparent – Stichwort Digitalisierung

Was die „gute, alte“ Stechkarte und Notizen des Chefs nicht leisten können, ist Transparenz zu schaffen. Arbeitnehmer haben nach Einführung eines digitalen Zeiterfassungssystems in ihrem Unternehmen jederzeit die Möglichkeit, ihr Zeitkonto einzusehen. Dann wird im Handumdrehen klar, wie viele Überstunden bereits geleistet wurden – oder aber man vielleicht im Minusbereich ist. Darüber hinaus ist auch das Abrufen anderer Details, wie z. B. Urlaubstage, nur durch die Digitalisierung der Zeiterfassung möglich.

Sie ist (bald) Pflicht – Stichwort EuGH

Wie bereits erwähnt, hat der EuGH bereits im Mai 2019 klargestellt, dass alle Mitgliedsstaaten der EG dafür sorgen müssen, dass Unternehmen geeignete Zeiterfassungssysteme installieren. Wohlgemerkt: Hierbei handelt sich nicht um eine Empfehlung, sondern um verpflichtendes europäisches Recht. Nach einer gewissen Phase wird es für Unternehmer in ganz Europa notwendig sein, auf moderne Arbeitszeiterfassungssysteme umzurüsten. Empfehlenswert ist es, dies besser früher als später in Angriff zu nehmen. Darüber hinaus gibt es bereits jetzt rechtliche Gründe für eine moderne Zeiterfassung: Beispielsweise können Unternehmer damit die Einhaltung der Arbeits- und Pausenzeiten gemäß Arbeitnehmerschutz- und Arbeitszeitgesetz ganz einfach kontrollieren – und gegenüber den Behörden nachweisen. Außerdem können Arbeitgeber mit einer digitalen Erfassung der Arbeitszeit die Einhaltung des Mindestlohngesetzes belegen, wenn es z. B. bei Überstunden zu einer Minderung des Stundenlohns kommt.

Sie ist individuell und gar nicht so teuer, wie oft gedacht

Was auch immer etwa die Hälfte aller deutschen Unternehmen bisher davon abhielt, ein elektronisches Zeiterfassungssystem zu installieren – eine berechtigte Angst vor komplexer Technologie, hohen Kosten und starren Systemen kann es nicht sein. Denn professionelle Anbieter bieten für jeden Kunden die richtige Zeiterfassungslösung – ganz gleich, ob Kleinunternehmen mit wenigen Mitarbeitern in Teilzeitarbeit und/oder auf Minijob-Basis, Mittelständler oder kommunale Behörde. Nach einer individuellen Beratung durch einen Kundenberater haben Unternehmer alle Freiheiten, das System mit gewünschten Hard- und Software-Features nachzurüsten. Und das zu einem oft überschaubaren Preis. Zur Auswahl der Erfassungsmethode der Stempelzeiten stehen generell die kontaktlose Erfassung im Unternehmensgebäude mit dem Terminal, die Bedienung am PC oder die mobile Eingabe per Smartphone-App. Darüber hinaus können Kunden oft – wie beim Auto – eine „Probefahrt“ mit der Zeiterfassung drehen: Mit der kostenlosen Demoversion oder einem Testzeitraum bekommt man ein gutes Gefühl, wie einfach und individualisierbar Zeiterfassung sein kann.

Bildquelle: Timemaster.de
Bildquelle Titel: https://pixabay.com/de/photos/zeit-wecker-uhr-stunden-minuten-2980690/

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Dieser Artikel wurde als Gastartikel verfasst. Für mehr Informationen zum Autor fragen Sie bitte den Betreiber des Blogs an.

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