Die Frage mag für viele banal klingen, ist aber für eine Vielzahl von Arbeitgebern unerforschtes Gebiet. Reicht es nicht, den Mitarbeitern einen Arbeitsplatz geboten zu haben, durch den sie ihr täglich Brot verdienen? Die klare Antwort ist natürlich nein. Das Arbeitgeber – Arbeitnehmer Verhältnis steht oftmals auf dünnem Eis, weil die Angestellten schnell desillusioniert vor gleichbleibender Routine stehen und anstelle eines Aufstiegs nur einen Ausweg sehen. Es ist aber keinesfalls im Interesse des Arbeitgebers, Mitarbeiter zu verlieren. Woran scheitert es?

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Nicht zuletzt haben wir das der Digitalisierung zu verdanken, denn Information reist schnell – sowohl gute also auch schlechte. Die eigene Situation ist in Sekundenschnelle verglichen und wird oft auf die Goldwaage gelegt. „Ginge es mir woanders besser?“ ist ein Gedanke, der so gut wie jedem ab und an in den Sinn kommt. Der schlaue und nachhaltig denkende Arbeitgeber weiß dieser Frage das richtige entgegenzusetzen: Chancen.

So gut wie niemand möchte sein Leben lang ein und dasselbe tun. Wir sehnen uns nach Selbstverwirklichung (soweit die anderen Bedürfnisse – nach Maslow – erfüllt sind). Der Arbeitgeber kann in vielerlei Hinsicht dabei helfen, diese zu erreichen. Der Versuch allein ist ein wichtiger Schritt, den jeder Arbeitgeber gehen sollte. Grundsätzlich sollte es ihm darum gehen, seine Mitarbeiter auf verschiedenen Wegen zu fördern und zu unterstützen. Dabei schafft er eine stärkere Bindung zu seinen Mitarbeitern und gewinnt ihre Loyalität – ein Gut, das heutzutage nicht unterschätzt werden sollte.

Wie also kann man seine Mitarbeiter fördern?

1. Gespräch auf Augenhöhe

Es mag für viele banal klingen, aber umso wichtiger ist es: Das Gespräch auf Augenhöhe. Dabei ist die Augenhöhe das Leitmotiv, an das man sich erinnern sollte. Zu oft finden Gespräche statt, bei denen dem Mitarbeiter reichlich gesagt, aber wenig zugehört wird. So gut wie jeder Mitarbeiter hat eine wertvolle Meinung, die dem Unternehmen helfen kann, sich weiterzuentwickeln. Es gibt zahlreiche Leitfäden, die in solchen Gesprächen benutzt werden können, um Probleme zeitnah zu identifizieren und sie so angehen zu können.

Gespräche sollten regelmäßig geführt werden. Viele Unternehmen setzen hierfür Teamleiter ein, die das jeweilige Feedback gesammelt weitergeben können. Dabei kommt es natürlich auf die Größe und Art der Firma an. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, sich einbringen zu können und Wünsche und Verbesserungsvorschläge frei äußern zu können.

2. Nicht fordern, fördern

Wächst ein Unternehmen, so entsteht auch schnell Bedarf an neuen Arbeitskräften. Ebenso bedarf es oft einem Ausbau der Struktur, um Prozesse zu optimieren und das Tagesgeschäft aufrecht zu erhalten. Hier hat jeder Arbeitgeber eine große Chance, Mitarbeiter zu motivieren und auszubauen.

Da die Expansionspläne nicht aus dem nichts heraus aufkommen, hat der Arbeitgeber reichlich Zeit, vorhandenes Talent zu fördern um es zu gegebener Zeit für die neue Situation zu nutzen. Sei es ein Aufstieg zum Teamleiter oder eine Umschulung für die neue Business Unit: Den Mitarbeitern die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln, bietet Perspektiven und fördert Mitarbeiterzufriedenheit. Diese wird wiederum nach Außen kommuniziert und verbessert das Image des Betriebs.

3. Weiter bilden

Man lernt nie aus, heißt es. Viele Mitarbeiter wollen nicht in ihrem Alltag stagnieren, sondern suchen Mittel und Wege, den eigenen Horizont zu erweitern. Sei es für den besseren Lebenslauf oder zur Selbstverwirklichung. Es gibt auch jene, die mit ihrem Beruf an sich nicht mehr glücklich sind, was aber nicht bedeutet, dass man diese Mitarbeiter verlieren muss. Hier bietet sich eine neue Chance, die Loyalität des Mitarbeiters zu gewinnen, durch Förderung und Unterstützung. Ein besonders beliebtes Modell ist dabei die Umschulung oder auch ein Fernstudium. Dabei investiert der Arbeitgeber in die Um- oder Weiterbildung seiner Mitarbeiter finanziell wie auch mit anderen Mitteln. Der Arbeitnehmer verwirklicht sich seinen Wunsch nach Weiterbildung und bleibt der Firma – in der Mehrzahl der Fälle – treu.

Wichtig für den Erfolg ist dabei stets, das Angebot offen zu kommunizieren, den Mitarbeitern Unterstützung zu bieten (sei es in Form von flexibleren Zeiten oder einem Mentoring-System) und aus den Erfahrungen zu lernen. Die Modelle der Fernuniversitäten sind anpassbar und flexibel, wie zum Beispiel bei der iubh Fernhochschule. Der Mitarbeiter kann gemeinsam mit dem Arbeitgeber bestimmen, wie viel Zeit er investieren kann und will – was am Ende Einfluss auf die Dauer des Studiums hat. Klare Ziele – definiert im gegenseitigen Einvernehmen – machen den Erfolg messbar und verhindern etwaige Unstimmigkeiten.

Fazit

Es gibt viele Wege, Mitarbeiter zu fördern. Der wichtigste ist und bleibt jedoch, den Mitarbeitern zuzuhören und ihnen die Stimme zu geben, die sie verdienen. Niemand sucht gerne nach einem neuen Job, schließlich sind wir am Ende des Tages doch Gewohnheitstiere. Sehen wir aber keine Zukunft, die unseren Wünschen und Zielen entspricht, oder diese überhaupt zur Debatte stellt, versuchen wir lieber unser Glück als im Alltag unglücklich zu sein. Denn dafür verbringen wir zu viel Zeit unseres Lebens dort.

Bildquellen:

https://www.pexels.com/photo/depth-of-field-photo-of-man-sitting-on-chair-while-holding-cup-in-front-of-table-927451/
https://www.pexels.com/photo/photo-of-men-having-conversation-935949/
https://pixabay.com/photos/men-employees-suit-work-greeting-1979261/


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