Vor Anfertigung einer Abschlussarbeit oder einer Forschungsarbeit werden Sie aufgefordert Forschungsmethoden zu definieren. Diese müssen Sie benennen und beschreiben. Dies geschieht in der Regel im Methodik-Teil der Arbeit. Was es genau für Methoden gibt und was die Unterschiede sind, zeige ich in diesem Artikel.

Qualitative Forschung

Die qualitative Forschung zielt auf unbekannte und oft kleine Samples ab. Sie verschaffen sich einen Zugang zur Realität über subjektive Deutung. Bedeutet konkret, dass Sie etwas beobachten oder befragen bzw. etwas lesen in Form einer Literaturanalyse. Dies tun Sie in der Regel bei stark individuellen oder unbekannten Fragen. Die Nachteile sind, dass Sie oft subjektiv interpretieren und dies angreifbar ist. Jeder könnte aus den Daten etwas anderes interpretieren. Sie müssen deswegen ihre Interpretation der Daten ausführlich begründen. Anbei finden Sie drei Beispiele für qualitative Forschung.

Lesetipps:

Quantitative Forschung

Diese Verfahren umfassen die standardisierte und strukturierte Erfassung von Daten. Es stellt also Realwelt-Probleme in einer numerischen Darstellung dar. Dazu sind jedoch nicht kleine Samples sondern viele Datensätze notwendig. Es basiert oft auf den vergleichen der Datensätze und benötigt aber als Nachteil ein eher bereits bekanntes Problem. Beispielsweise muss eine Liste bekannter Technologien vorliegen bevor eine Befragung zur technischen Ausstattung von KMU vorgenommen werden kann. Es sind also immer festgelegte Muster zur Datenerfassung notwendig.

Lesetipp: Qualitative Befragung

Unterschiede zwischen qualitativer und quantitativer Forschung

Die qualitative Forschung setzt die Sicht des Forschungsobjekts in den Mittelpunkt und ist eher individueller. Die Quantitative Forschung setzt dagegen die Außenperspektive in den Mittelpunkt. In der qualitativen Forschung werden weiche Daten erhoben, welche interpretiert werden müssen und deswegen dynamisch für mehrere Kontexte verwendet werden können. Es geht darum einen Sinn zu verstehen und etwas zu ergründen. Dies steht im Gegensatz zur quantitativen Forschung, welche harte Daten in Form von Zahlen erhebt und deswegen fest vorgelegte Hypothesen bestätigen will. Es ist also weniger möglich diese auch in anderen Kontexten zu verwenden. Es geht auch weniger darum etwas zu entdecken sondern eher darum zu messen.

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Handlungsempfehlungen für Abschlussarbeit

Die Entscheidung, was Sie in Ihrer Forschungsmethoden verwenden, sollte bei Ihnen liegen. Sie müssen den genauen Forschungsgegenstand abwägen und oft werden beide Methoden kombiniert. Beispielsweise kann nach einer Befragung auch ein Experteninterview folgen. Dies ist in Masterarbeiten oft gerne gesehen, da diese umfangreicher sind. So betrachten Sie ein Problem aus 2 Sichtweisen. Ist das Problem eher bekannter, dann verwenden Sie zuerst die Befragung und Interpretieren Sie die Ergebnisse mit Experten und falls das Problem unbekannt ist, nutzen Sie die Experten zur Bildung eines Fragebogens.

In einer Bachelorarbeit reicht oft eine Methode. Schauen Sie also genau ob Sie ein eher unbekanntes Problem untersuchen oder anhand einer bestehenden Theorie oder Referenz etwas untersuchen. Im folgenden zeige ich 2 Beispielhafte Forschungsfragen für beide Forschungsarten:

  • Was sind mögliche Szenarien für eine mögliche Arbeit 5.0 in KMU? (Experteninterviews)
  • Welche Technologien werden von Projektmanagern bei verteilen Teams eingesetzt und wie werden diese bewertet? (Befragung und Korrelationsanalyse)

Lesetipp: Forschungsdesign aufbauen

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Autor

Externer Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für IT-Management. Ich untersuche wie sinnvoll skalierte Agilität im Zuge des digitalen Wandels zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann. Neben der Promotion arbeite ich Vollzeit in einem Unternehmen.

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